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<title>www.bayern.de - RSS Newsfeed Reden Ministerpräsident Horst Seehofer</title>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362/index.htm</link>
<description><![CDATA[<p>RSS Newsfeed für die aktuellsten Reden von Ministerpräsident Horst Seehofer, Staatsminister Siegfried Schneider und Staatsministerin Emilia Müller.</p>]]></description>
<language>de-de</language>
<copyright>Bayerische Staatskanzlei</copyright>
<ttl>30</ttl>
<item>
<title>Eröffnung des Landesmusikfests 2012</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches „Grüß Gott“!<br />Vielen Dank für diesen beschwingten musikalischen Empfang.</p>
<p>Ich freue mich sehr, mit Ihnen gemeinsam das 11. Bayerische Landesmusikfest hier in Weilheim zu eröffnen. Herzlichen Dank für die Einladung! Wenn die Musik ruft, komme ich gerne!</p>
<p>In diesem Jahr steht das Landesmusikfest ganz im Zeichen der Blasmusik - und das aus gutem Grund. Ein geflügeltes Wort sagt:</p>
<p><em>„Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit“.</em></p>
<p>Als Bayerischer Ministerpräsident und Schirmherr des Bayerischen Musikfests möchte ich ergänzen:</p>
<p>Die Blasmusik ist die Sprache der Bayern!</p>
<p>Ob Maibaumaufstellen, Dorfjubiläum, Wallfahrt oder Volksfest: In Bayern darf die „Blasmusi“ bei keinem wichtigen Ereignis fehlen. Gerade heute an Christi Himmelfahrt kann man das überall in unseren Gemeinden sehen – und vor allem hören.</p>
<p>Ob Tuba, Trompete oder Klarinette: Blech- und Holzblasinstrumente sind bei jedem Konzert die unangefochtenen Publikumslieblinge – bei uns daheim und in aller Welt. Bayerische Blasmusik gehört zu den kulturellen Exportschlagern, die unseren Freistaat auf nationaler und internationaler Bühne berühmt machen. Ich nenne nur meine letzte Auslandsreise nach Brasilien: Beim Bayerischen Abend in São Paulo haben die Hinterberger Musikanten helle Begeisterung bei unseren Gastgebern ausgelöst!</p>
<p>Bayern ist Tourismusland Nummer 1 in Deutschland. Von überall her kommen die Menschen zu uns. Brasilianer, Amerikaner und Chinesen zieht nicht nur die herrliche Natur und unsere Schlösser nach Bayern. Sie lieben unsere Gastlichkeit, unsere Volksfeste - und unsere Blasmusik. Blasmusik ist der musikalische Begleiter unserer „Marke Bayern“!</p>
<p><em>„Ihr seid da, wo wir hin wollen“</em>, diesen Satz höre ich oft. Im Ausland werde ich häufig gefragt: <em>„Was ist Euer Erfolgsrezept?“</em></p>
<p>Ich antworte: Die Voraussetzung für unseren Erfolg ist unsere starke Identität. Bayern ist zukunftsstark, weil es traditionsstark ist.</p>
<p>Wir in Bayern sind stolz auf unsere regionale und kulturelle Vielfalt! Aus unserer Kultur schöpfen wir unser Selbstverständnis, unseren Mut und unsere Inspiration.</p>
<p>Die Pflege unserer Traditionen, unserer Kunst und unserer Musik ist für uns ein Herzensanliegen und Lebenselixier. Aus unserer Kultur gewinnen wir Kraft. Nur wer seine Wurzeln kennt, kann die Zukunft aktiv gestalten.</p>
<p>Liebe Musikerinnen, Musiker und Dirigenten,</p>
<p>mit Ihrer Musik berühren Sie unsere Herzen. Ihre Melodien wecken in jedem Einzelnen von uns Fantasie und Lebenslust. Sie bereichern unser Leben!</p>
<p>In Ihren Orchestern und Musikvereinen proben Sie zusammen für ein gemeinsames Ziel. Sie übernehmen Verantwortung und stärken den Zusammenhalt untereinander.</p>
<p>Im musikalischen Zusammenspiel vereinen Sie Tradition und Moderne. Bayerische Blasmusik, das ist Sinfonische Blasmusik genauso wie Volksliedgut, das ist Marschmusik und Spielmannszug ebenso wie Jazz und Brass-Combo!</p>
<p>Liebe Musikerinnen und Musiker,</p>
<p>unser Leben ist geprägt von Globalisierung und einer rasanten globalen Beschleunigung. Auf beide Entwicklungen ist die selbstbewusste, regional verwurzelte Identität die richtige Antwort. Heimat heißt Verortung und Kontinuität.</p>
<p>Sie beweisen: Heimatliebe und Weltoffenheit, Gemeinschaftssinn und Toleranz gehören bei uns zusammen! Der Respekt vor anderen Kulturen beginnt beim Stolz auf die eigene Kultur.</p>
<p>Diese Werte leben Sie in den Musikvereinen und Kapellen. Dafür begeistern Sie auch die jüngeren Generationen.</p>
<p>Beim gemeinsamen Musizieren können sich Kinder und Jugendliche entfalten und lernen, aufeinander einzugehen. Ein Instrument zu spielen, täglich zu üben, das trainiert die Konzentrationsfähigkeit und Präzision, das Durchhaltevermögen und die Selbstdisziplin. Ein Instrument zu beherrschen schafft Selbstbewusstsein und verleiht Mut auch auf anderen Gebieten.</p>
<p>Musik bildet die Persönlichkeit und fördert die Leistungskraft. Musik bildet den ganzen Menschen!</p>
<p>Ich danke Ihnen allen für Ihren Einsatz für Kunst und Kultur und unsere Jugend! Vergelt’s Gott für Ihr unermüdliches Engagement!</p>
<p>Der amerikanische Jazz-Trompeter Herb Alpert hat einmal gesagt:</p>
<p><em>„Blasmusiker sind Alchemisten – sie machen aus Blech Gold“.</em></p>
<p>Uns in Bayern ist dieses klingende Gold auch buchstäblich „Gold“ wert:</p>
<p>Wir unterstützen unsere Musikverbände, unsere Musikschulen und das bayerische Landesmusikfest nach Kräften! Allein unsere Laienmusikverbände fördern wir jährlich mit 2,8 Millionen Euro! [Außerdem: staatlicher Zuschuss für Landesmusikfest 2012: 50.000 €, das sind 20.000 € mehr als beim letzten Musikfest 2005].</p>
<p>Bayern ist das Land der Musik!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihre Leidenschaft für Ihr Instrument, Ihre Lust am Musizieren macht das Bayerische Musikfest zu einem Kulturereignis, das die Menschen begeistert. Bei Ihnen spürt man: Die Musik liegt uns Bayern im Blut!</p>
<p>Ich darf Sie bitten: Machen Sie weiter so, bringen Sie sich ein - und vor allem: Musizieren Sie weiter! Dann bleibt Bayern ein Land, das singt und klingt!</p>
<p>Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Freude am Musizieren und uns allen ein fröhliches und schwungvolles Landesmusikfest!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10374488/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunftskommission Landwirtschaft – Ergebnisse und Perspektiven“</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. WÜRDIGUNG DER BAYWA UND DANK AN GERD SONNLEITNER</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches Grüß Gott!</p>
<p>Die BayWa und Bayern – das gehört im ländlichen Raum untrennbar zusammen. Unsere Bauern schätzen die BayWa seit Jahrzehnten als verlässlichen Partner. Hinter dem unscheinbaren Namen „Bayerische Warenvermittlung“ steckt ein internationaler Dienstleistungs- und Handelskonzern mit rund 3.000 Vertriebsstandorten auf drei Kontinenten [Europa, USA, Neuseeland].</p>
<p>Sehr geehrter Herr Lutz, bei Ihnen stehen über 16.000 Menschen in Lohn und Brot, davon rund 7400 in Bayern. Die BayWa ist ein Aushängeschild für den Wirtschaftsstandort Bayern! Ich schätze jedes Gespräch mit Ihnen sehr. Sie denken nicht nur an den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch an das Gemeinwohl und die Zukunft Bayerns. Dafür sage ich Ihnen Respekt und Dank!</p>
<p>Lieber Gerd Sonnleitner,</p>
<p>„Der Bauernpapst tritt ab“, so schreibt die Presse [SZ, 02.05.2012]! 15 Jahre an der Spitze des Deutschen Bauerverbandes [bis Ende Juni 2012], über zwei Jahrzehnte Bauernpräsident in Bayern [1991 bis 03.05.2012] und noch bis 2013 an der Spitze des europäischen Bauernverbandes [COPA] – das macht Ihnen so schnell keiner nach! Sie haben das Bild vom modernen Landwirt als unternehmerisch denkenden Menschen geprägt. Landwirtschaft war für Sie immer Leistungsträger und nicht Leistungsempfänger. Als überzeugter Europäer haben Sie in Europa genauso kraftvoll für die Interessen Ihrer Bauern gestritten wie in Bund und Land. Ich selbst habe Sie als Kämpfer erlebt: hart in der Sache, aber immer fair und verlässlich.</p>
<p>Lieber Gerd Sonnleitner, ich danke Ihnen für Ihren unermüdlichen Einsatz für unsere bäuerliche Landwirtschaft! Ich danke Ihnen für Ihr großes Engagement für unsere bayerischen Bäuerinnen und Bauern! Sie haben Großes geleistet für Bayern, Deutschland und Europa.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Die Land- und Forstwirtschaft ist heute eine der innovativsten Säulen unserer Wirtschaft. Hier gilt: Wer stehen bleibt, fällt zurück.</p>
<p>Mit der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ haben wir vor drei Jahren [Juli 2009] eine breite gesellschaftliche Diskussion über die zukünftige Rolle unserer bayerischen Landwirtschaft angestoßen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen Ökonomie, Ökologie und sozialer Verantwortung schaffen. Heute stelle ich fest: Wir sind auf einem guten Weg! Das Landwirtschaftsministerium hat die rund 200 konkreten Vorschläge der Kommission geprüft und wichtige Punkte umgesetzt. Mit dem „Bayernplan 2020“ verankern wir unsere bayerische Land- und Ernährungswirtschaft stärker im Bewusstsein der Menschen.</p>
<p>Ich danke allen Kommissionsmitgliedern, insbesondere Ihnen, Herr Dr. Fischler, für Ihr großes Engagement in den letzten drei Jahren. Mit Ihrer Arbeit geben Sie unserer bäuerlichen Landwirtschaft in Bayern auch im 21. Jahrhundert Perspektiven. Mit Ihren Vorschlägen und mit einer engen Zusammenarbeit von Staatsregierung und Landwirtschaft wollen wir erreichen, dass auch weiterhin gilt: Die Landwirtschaft in Bayern hat Zukunft und sie bietet Zukunft!</p>
<p>II. STARKE LANDWIRTSCHAFT – STARKES BAYERN</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Bayern steht hervorragend da. Mit einer Arbeitslosigkeit von 3,7 Prozent haben wir praktisch Vollbeschäftigung [niedrigster Aprilwert seit 20 Jahren]. Bayern ist das einzige Bundesland mit einer „3“ vor dem Komma. Der Abstand zwischen den besten und dem „schlechtesten“ Regierungsbezirk [Mittelfranken] hat massiv abgenommen [nur noch 1,3 Prozent]. Besonders freue ich mich, dass unsere vier besten Bezirke aus Altbayern, Schwaben und Franken kommen [Niederbayern, Oberpfalz, Schwaben und Unterfranken]. Das beweist: Bayern bietet beste Chancen überall im Land! Nur 2,8 Prozent unserer Jugendlichen haben keine Arbeit. Davon können andere Länder in Europa nur träumen. [Jugendarbeitslosigkeit in Spanien laut Eurostat bei 50,5 Prozent; „Deutsche MittelstandsNachrichten“, 28.04.2012]</p>
<p>Mit Blick auf Nordrhein-Westfalen [8,3 Prozent] und Rheinland-Pfalz [5,4 Prozent], wo die Arbeitslosenquote stagniert, sage ich: Der bayerische Spitzenplatz ist nicht selbstverständlich! Er ist vor allem das Ergebnis unserer tatkräftigen Menschen überall im Land. In Bayern gilt: Anpacken statt Wehklagen!</p>
<p>Für diese Erfolgsbilanz stehen auch unsere 114.000 landwirtschaftlichen Betriebe im Freistaat. Sie sind das Rückgrat des ländlichen Raums in Bayern. Mein besonderer Dank gilt heute unseren Landwirten. Sie haben keine 35-Stunden-Woche, keine 30 Tage Urlaub, keinen Sonntagszuschlag, kein Weihnachtsgeld. Sie sorgen für gesunde Nahrungsmittel und Lebensqualität in Bayern. Sie erhalten und pflegen unsere vielfältige Kulturlandschaft. Sie geben unseren Landschaften ihr unverwechselbares Gesicht. Und sie prägen ein positives gesellschaftliches Klima: für Unternehmertum, für Eigenverantwortung, für den sozialen Zusammenhalt.</p>
<p>Die Menschen fühlen sich wohl in unserer Heimat. Nach einer Umfrage des Bayerischen Rundfunks [09.06.2010] sind weit über 90 Prozent der Menschen in Bayern glücklich, hier zu leben. Das ist auch Ihr Verdienst! Dafür mein höchster Respekt und Dank!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Mit unserer Zukunftsstrategie „Aufbruch Bayern“ investieren wir wie kein anderes Land in unsere Familien, in Bildung, Innovationen, in die erneuerbaren Energien und in den ländlichen Raum.</p>
<p>Bei der Infrastruktur haben wir erst vor wenigen Wochen nochmals nachgelegt: Wir haben im Nachtragshaushalt 2012 100 Mio. Euro für das schnelle Internet beschlossen [für das laufende Jahr]. Wir machen unseren ländlichen Raum fit für die Zukunft.</p>
<p>Das Internetzeitalter ist eine Riesenchance auch für unsere Landwirte. Ich denke an die Direktvermarktung regionaler Produkte und „Urlaub auf dem Bauernhof“. Im letzten Jahr hatten wir rund 12,3 Mio. Übernachtungen in 5.500 Betrieben. Der Tourismus in Bayern boomt [2011 insgesamt 90,3 Mio. Gästeübernachtungen]!</p>
<p>Mit dem schnellen Internet können unsere Landwirte noch besser für sich und Ihre Produkte werben – und das weltweit. Traditionsbewusst und modern – das gehört in Bayern zusammen. Dafür sind unsere Bauern das beste Beispiel!</p>
<p>III. MIT ENERGIE IN DIE ZUKUNFT</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir setzen auf innovative Unternehmen, die zusammen mit den Menschen vor Ort die Energiewende umsetzen. Auf meiner Zukunftsreise in Ansbach [26.04.2012] habe ich die Firma AgriKomp besucht: Das Unternehmen baut und wartet Biogasanlagen für ganz Europa. Bei AgriKomp entsteht die Energie der Zukunft! [70 Prozent aller erneuerbaren Energien in Bayern werden derzeit aus Biomasse erzeugt.]</p>
<p>Bayerische Landwirte sind offen für Neues. Der Aufbruch in ein neues Energiezeitalter ist eine riesige Chance für alle Landwirte und Waldbesitzer.</p>
<p>Ich sage ganz deutlich: Die Energiewende kann nur zusammen mit den Landwirten und Waldbesitzern gelingen. Wir brauchen ihre Flächen. Die Energiewende findet im ländlichen Raum statt, nicht in den Ballungsräumen. Der Druck auf land- und forstwirtschaftliche Produktionsflächen wird zunehmen. Ein sorgsamer Umgang mit Grund und Boden ist deshalb wichtig.</p>
<p>Eines ist klar: Der Umbau der Energieversorgung wirkt wie ein gewaltiges Konjunkturprogramm für den ländlichen Raum, mit Investitionen in Milliardenhöhe. Allein im Nachtragshaushalt 2012 sind 126,5 Millionen Euro für Energie und Klimaschutz vorgesehen, bis 2016 eine Milliarde Euro zusätzlich! Das schafft kein anderes Land!</p>
<p>Wir in Bayern wollen bis zum Jahr 2020 die Hälfte unseres Strombedarfs mit erneuerbaren Energien decken – zuverlässig und bezahlbar. Die dezentrale Energieversorgung spielt dabei eine herausragende Rolle. Wir machen Bayern zum Land der Bürgerenergie. Wir wollen, dass Projekte gemeinsam mit den Bürgern entstehen. Wir machen Betroffene zu Beteiligten.</p>
<p>Unsere Landwirte haben bei der Biomasse [Gülle, freiwerdendes Grünland, Restprodukte aus Land- und Ernährungswirtschaft] schon große Vorleistungen erbracht. Wenn wir die Potenziale optimal ausschöpfen, ist eine Verdoppelung der bisherigen Leistung realistisch. Auch bei der möglichen Wärmenutzung gibt es noch Potenzial. Das wollen wir konsequent nutzen. Mein Ziel: Energieproduktion und Wertschöpfung bleiben bei uns im Land.</p>
<p>Für mich steht aber fest: Die Lebensmittelerzeugung bleibt die vorrangige Aufgabe unserer Landwirte. Auch in Zukunft gilt: Teller vor Tank!</p>
<p>IV. MARKE „BAYERN“ – EXPORTSCHLAGER UND REGIONALE KRAFT</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Lebensmittel aus Bayern stehen für höchste Qualität. Das schätzen die Menschen bei uns und in der ganzen Welt.</p>
<p>Im letzten Jahr haben bayerische Landwirte Agrarprodukte im Wert von 7,75 Mrd. Euro exportiert – rund 12,4 Prozent mehr als 2010 und soviel wie nie zuvor. [Die gesamtwirtschaftlichen Ausfuhren haben von 2010 bis 2011 nur um ca. zehn Prozent zugelegt]. Das Agrarbusiness ist der viertgrößte Wirtschaftszweig im Freistaat. Mit der Bayerischen Marketingagentur [seit Juli 2011] haben wir eine zusätzliche Vermarktungsoffensive für Lebensmittel aus Bayern gestartet. Wir machen uns stark für die Marke „Bayern“!</p>
<p>Jeder in der Welt kennt den FC Bayern und BMW. Das wollen wir auch für unseren Frankenwein und unseren Allgäuer Käse erreichen! Mit unseren regionalen Spezialitäten exportieren wir nicht nur hochwertige Lebensmittel. Wir exportieren auch unser einmaliges bayerisches Lebensgefühl. Das beste Beispiel ist unser Exportschlager Oktoberfest: Ob in China, Brasilien, Russland oder Amerika – überall feiern die Menschen ihr Oktoberfest. Überall schätzen die Menschen bayerische Schmankerl und bayerische Gemütlichkeit. Das ist eine gewaltige Imagekampagne für unsere Heimat!</p>
<p>Regionale Produkte sind auch bei uns in Bayern ein Megatrend. Immer mehr Menschen wollen wissen, wo ihre Nahrungsmittel herkommen und wie sie produziert werden. Der Wunsch nach gesundem Essen nimmt zu.</p>
<p>Der Trend zum Regionalen ist eine riesige Chance für unsere Landwirte und für ganz Bayern. Nirgends ist der Tisch so reich gedeckt wie bei uns! Bayerns Stärke ist seine Vielfalt.</p>
<p>Die Bayerische Staatsregierung unterstützt diesen Trend nach Kräften:</p>
<ul>
<li>Mit der Gründung des Kompetenzzentrums für Ernährung wollen wir Bayern zum Vorzeigeland für gesunde Ernährung machen. [Das KErn ist ein „Aufbruch Bayern“-Projekt an den Standorten Freising-Weihenstephan und Kulmbach.]</li>
<li>19 regionale Spezialitäten aus Bayern haben heute den Herkunftsschutz der Europäischen Union. Wir wollen ein neues Bayerisches Regionalsiegel einführen – für noch bessere Vermarktungschancen unserer heimischen Produkte.</li>
<li>Landwirtschaftsminister Brunner wird für die neue EU-Förderperiode ein Landesprogramm „Ökolandbau“ auflegen. Wir wollen die Zahl der Ökoprodukte aus Bayern bis 2020 verdoppeln.</li>
</ul>
<p>Ob traditionell oder Ökolandbau – unsere Landwirte beweisen: Unsere bayerische Qualität hat Zukunft – daheim und in der Welt!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Warum ist Bayern, warum sind seine Produkte so attraktiv?</p>
<p>Der bayerische Unternehmer Claus Hipp erklärt unser Selbstbewusstsein und unseren Erfolg so: <em>„Dass Bayern jahrhundertelang ein Agrarstaat war, hat die Volksseele geprägt. Ein Bergvolk kann oft nicht auf Hilfe hoffen. Ein Bergbauer, der eingeschneit ist, muss alles selbst machen [...]. Das ist gelebte Unabhängigkeit, die sich auch im Großen niederschlägt.“ </em>[Welt am Sonntag, 19.02.2012]</p>
<p>Wir in Bayern wissen um unsere geistig-kulturellen Wurzeln. Aus unserer tiefen Verbundenheit zu unserer Heimat schöpfen wir die Kraft zur Zukunft. Lassen Sie uns weiter gemeinsam arbeiten für eine lebens- und liebenswerte Heimat!</p>
<p>Ich freue mich auf eine anregende Podiumsdiskussion!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10374328/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10374328/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Tag der offenen Tür des Bundesrates</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Heute Abend ist Pokal-Endspiel – Bayern gegen Dortmund. Als Bayerischer Ministerpräsident fiebere ich natürlich mit. Als amtierender Bunderatspräsident freue ich mich über das perfekte Beispiel für unsere Stärke in Deutschland:</p>
<p>Heute Abend sind wir Bayern oder Dortmunder. Bei der Fußball-Europameisterschaft in Polen werden wir alle Deutsche sein. Das ist die Einheit in Vielfalt, die uns so stark macht.</p>
<p>Deutschland lebt vom Wettbewerb um die besten, innovativsten und effizientesten Lösungen. Im Wettbewerb der Länder untereinander werden wir immer besser und bringen so Deutschland als Ganzes voran. Wir wollen, dass alle Länder bei diesem Wettbewerb vorne mitspielen und Ideen, Gestaltungskraft und Innovation ausstrahlen.</p>
<p>Deutschland ist ein Land der Vielfalt und der regionalen Eigenständigkeit.</p>
<p>Die Deutschen in Thüringen, in Sachsen, in Brandenburg, in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern haben ihre Eigenheiten bewahrt und in das wiedervereinigte föderale Deutschland eingebracht. Diese Vielfalt haben auch 40 Jahre SED-Zentralismus nicht zerstören können.</p>
<p>Der Bundesrat steht für beides: Fairer Wettbewerb und verlässliche Solidarität der Länder.</p>
<p>Der Bundesrat steht zur Einheit in Vielfalt. Hier sind die Länder die Lordsiegelbewahrer unseres föderalen Nationalstaats.</p>
<p>Deutschlands Stärke liegt in seiner regionalen Vielfalt und in der Eigenständigkeit seiner Länder.</p>
<p>Deshalb freut es mich ganz besonders, dass heute so viele Bayern mit mir nach Berlin gereist sind und den Tag der offenen Tür mitgestalten. Und als Bayerischer Ministerpräsident sage ich allen Landsleuten und Freunden Bayerns, die hier mithelfen ein bayerisches Vergelt’s Gott.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir alle wissen: Demokratie funktioniert von unten nach oben. Dieser Satz ist das Lebenselixier einer aktiven Bürgergesellschaft gegen Blockade und Protest, gegen eine falsche Staatsgläubigkeit.</p>
<p>Wir alle leben in einer modernen Informationsgesellschaft, die sich frühere Generationen nicht im Entferntesten vorstellen konnten.</p>
<p>Die vernetzte Welt bietet unendlich viele Chancen für unsere Demokratie, für Transparenz, für Bürgerbeteiligung, für den Dialog – mit einem Wort für eine moderne Mitmach-Demokratie.</p>
<p>Sie alle beweisen heute am Tag der offenen Tür: Die Menschen in unserem Land sind politisch interessiert. Sie haben Kraft zu Lösungen, zu Initiative, zu neuen Ideen.</p>
<p>Beteiligen heißt Verantwortung gemeinsam tragen. Das ist das Grundprinzip des Föderalismus und unserer Demokratie.</p>
<p>Der Bundesrat vertritt die Interessen der Menschen in den Ländern mit dem großen Leitsatz: Zutrauen statt misstrauen.</p>
<p>Der Staat sind wir alle. Wir alle sind gefordert, etwas für unser Land zu tun.</p>
<p>Die Kraft zur Zukunft kann nicht der Staat von oben verordnen, sie muss aus der Gesellschaft heraus wachsen.</p>
<ul>
<li>Ohne gemeinsame Kultur gibt es keine Kraft zur Zukunft.</li>
<li>Ohne gemeinsame Werte gibt es keine Solidarität.</li>
<li>Ohne Liebe zum Land und seinen Menschen gibt es keine Motivation zur Nachhaltigkeit.</li>
</ul>
<p>Ich wünsche mir einen fröhlichen Patriotismus – für unsere Heimat und unser Vaterland. Ich freue mich auf das Schwarz-Rot-Gold auf unseren Straßen, wenn die Europameisterschaft beginnt. Diesen Zusammenhalt und diesen Stolz brauchen wir gerade im Zeitalter der Globalisierung.</p>
<p>Reden wir über die Tatkraft und den Optimismus der Deutschen. Reden wir über unsere Stärken.</p>
<p>Deutschland ist ein wunderbares Land. Wir Deutsche haben allen Grund, stolz auf unser Land zu sein, auf unsere Leistungen, unseren sozialen Zusammenhalt und auf unsere Kultur.</p>
<p>Machen wir den Einsatz für unsere Heimat zu einem echten Herzensanliegen.</p>
<p>Wenn wir zusammenhalten, steht Deutschland die Zukunft offen!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Im Bundesrat beweisen wir seit Jahren: Deutschland profitiert von der Vielfalt der Länder.</p>
<p>Eine gute Zukunft für unser Land ist ein Mannschaftsspiel, in dem jeder seine Stärken einbringt.</p>
<p>Unser Land geht uns alle an. Demokratie, Staat, und Politik brauchen die Mitverantwortung und das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.</p>
<p>Lassen Sie uns weiter gemeinsam für eine gute Zukunft unserer Heimat arbeiten.</p>
<p>Ich hoffe auf gute Gespräche und Diskussionen. Ich wünsche Ihnen einen interessanten Aufenthalt.</p>
<p>Und jetzt wünsche ich uns allen ein eindrucksvolles Eröffnungskonzert des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern.</p>
<p>Liebe Musikerinnen und Musiker,</p>
<p>Ihr bringt den Schwung hier ins Haus. Wer Jazz aus Bayern nach Berlin bringt, beweist bayerische Qualitäten: Einsatzfreude, Zutrauen und Mut. Ich bin stolz auf Euch! Beweist den Berlinern, dass die bayerische Jugend auch in der Musik international gut drauf ist. Auf geht’s!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10374209/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10374209/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Eröffnung der Ausstellung zu König Ludwig II.</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. Begrüßung</p>
<p>- Anrede -</p>
<p><em>„Wir Bayern müssen bereit sein, […] notfalls die letzten Preußen zu werden!"</em></p>
<p>Allein dieses Zitat von Franz Josef Strauß zeigt: Wir Bayern sind deutsche Patrioten.</p>
<p>Franz Josef Strauß hat wie kein Zweiter für die Wiedervereinigung gekämpft. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass sein Todestag im Jahr 1988 ausgerechnet auf den 3. Oktober fällt.</p>
<p>Auch mit dieser Ausstellung hier und heute zeigt Bayern: In der Hauptstadtfrage haben wir immer für Berlin gestimmt.</p>
<p>Wir Bayern sind Föderalisten aus Leidenschaft – im Sinne der Einheit in Vielfalt.</p>
<p>Bayerische Lokale hier in Berlin sind Publikumsmagneten, die Berliner Oktoberfeste ein richtiger Renner. Bayern und Preußen verstehen sich! Am Wochenende ist Berlin ohnehin fest in bayerischer Hand. [12.5.2012: DFB-Pokal-Finale in Berlin, FC Bayern vs. Borussia Dortmund]</p>
<p>Bayern und Preußen – unser legendärer Wettstreit zieht sich wie eine Dauerverlobung durch die Weltgeschichte: Was sich liebt, das neckt sich.</p>
<p>Als Bundesratspräsident freue ich mich darum sehr, heute einmal Bayerns Glanz und Preußens Gloria so dicht nebeneinander zu wissen:</p>
<p>Preußens Ikone Friedrich der Große gibt sich zu seinem 300. Geburtstag in Potsdam die Ehre und Bayerns Märchenkönig ist auf Stippvisite im Bundesrat. Das passt zusammen!</p>
<p>Preußen und Bayern: Das heißt Zukunft aus Herkunft, Liebe zur Heimat und ein offenes Herz für die Welt.</p>
<p>Zur Wanderaustellung „Götterdämmerung. König Ludwig II.“ heiße ich Sie alle hier in Berlin herzlich willkommen. Oder wie wir in Bayern sagen: Ihnen allen ein herzliches „Grüß Gott“!</p>
<p>II. Ludwig II. – dem Mythos auf der Spur</p>
<p>Zweifellos: Ludwig ist nicht nur der weltweit bekannteste Spross des Hauses Wittelsbach und Deutschlands berühmtester Bayer. Ludwig II. hat Bayern Glanz verliehen - wirkungsmächtig und identitätsstiftend.</p>
<p>Die Welt liebt das Märchen, wir in Bayern unseren „Kini“.</p>
<p>Aus Anlass seines 125. Todestages haben wir Ludwig II. im vergangenen Jahr mit einer eigenen Landesaustellung auf Herrenchiemsee gewürdigt. Mit einer Rekordzahl von nahezu 600.000 Besuchern ist unsere Landesausstellung die bis dato erfolgreichste kulturhistorische Ausstellung im wiedervereinigten Deutschland. Mal sehen, ob der Alte Fritz diese bayerische Steilvorlage noch toppen kann!</p>
<p>Zum Tag der offenen Tür hier im Bundesrat haben wir für Sie unseren Kassenschlager nach Berlin gebracht. Von der Hauptstadt aus geht unsere Landesausstellung auf Reisen durch die gesamte Republik.</p>
<p>III. Dank an Ausstellungsmacher, Förderer und Helfer</p>
<p>Mein Dank gilt allen, die diese großartige Wanderausstellung auf den Weg gebracht haben:</p>
<p>Insbesondere danke ich Herrn Direktor Dr. Loibl vom Haus der Bayerischen Geschichte!</p>
<p>Sehr verehrter Herr Dr. Loibl,</p>
<p>Ihnen und Ihrem Team Respekt und herzlichen Dank!</p>
<p>Ich bin sicher: Wir alle werden heute viel Neues erfahren – über Ludwig und seine Zeit, aber auch über Bayern und vor allem über uns selbst.</p>
<p>IV. Föderalisten aus Leidenschaft</p>
<p>„Götterdämmerung. König Ludwig II.“ - der Titel sagt es schon: Wir blicken heute gemeinsam zurück in eine Zeit des Umbruchs.</p>
<p>Im Januar 1871 entschied der Bayerische Landtag, ob Bayern dem Deutschen Reich beitreten sollte oder nicht.</p>
<p>Die Liberalen waren dafür, die Konservativen in der Bayerischen Patriotenpartei großenteils dagegen: Als bayerische Patrioten traten sie ein für die bayerische Eigenstaatlichkeit, für mehr Freiheit und Mitsprache. Sie beschworen das Völkerrecht und eine europäische Friedensordnung.</p>
<p>Auch wenn sie am Ende unterlagen – die Vorstellungen der bayerischen Patrioten prägen unser politisches Handeln in Bayern bis heute.</p>
<p>Wir in Bayern sind Föderalisten – aus Tradition, Überzeugung und Leidenschaft. Gleichmacherei ist Schwäche. Vielfalt ist Stärke.</p>
<p>Wir wissen: Die Kraft Deutschlands liegt in seinen Regionen. Die Stärke unseres Vaterlandes ist die Einheit in Vielfalt.</p>
<p>Wir treten ein für ein gesundes Selbstbewusstsein der Regionen – das verträgt auch den vitalen Wettwerb. Im Wettstreit entstehen die besten Ideen und wir alle profitieren davon.</p>
<p>Als Bundesratspräsident bin ich überzeugt von der Gestaltungskraft der Länder.</p>
<p>Wir in Bayern haben uns einen Namen gemacht als Lordsiegelbewahrer des Föderalismus. Diese Tradition setze ich als Bundesratspräsident fort.</p>
<p>V. Schluss</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wer hinter den Mythos des weltberühmten Märchenkönigs blicken will, der muss diese Ausstellung einfach gesehen haben!</p>
<p>Ludwig II. gewährt uns hier im Bundesrat Audienz. Leider nur für einen Tag.</p>
<p>Nutzen Sie diese einmalige Gelegenheit: Ergründen Sie den Mythos Bayern!</p>
<p>Und sollte Ihnen ein Tag zu wenig gewesen sein, heiße ich Sie auch in meiner Heimat herzlich willkommen: Besuchen Sie doch gleich das Original. Kommen Sie zu uns nach Bayern! Jeder Preuße ist bei uns willkommen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10374205/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Verleihung des CIVIS Medienpreises 2012 der CIVIS Medienstiftung</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Als Vertreter der Medienminister im EU-Kulturministerrat grüße ich Sie herzlich.</p>
<p>Wir haben heute doppelten Grund zu feiern. Das 25-jährige Jubiläum des CIVIS Medienpreises und die Preisträger des heutigen Abends – das ist mehr als ein Anlass zur Freude!</p>
<p>25 Jahre CIVIS Medienpreis stehen für</p>
<ul>
<li>25 Jahre engagierten Journalismus und intelligente Unterhaltung,</li>
<li>25 Jahre aktives Eintreten für andere mit Respekt und Verständnis</li>
<li>und nicht zuletzt 25 Jahre höchster Qualitätsförderung, gegen Verflachung und Einheitsbrei in den Medien.</li>
</ul>
<p>Ich gratuliere der CIVIS Medienstiftung herzlich zu dieser großartigen Leistung! Mein Glückwunsch zu Ihrem Jubiläum!</p>
<p>Mein Kompliment gilt auch allen Film- und Medienschaffenden, die sich am diesjährigen Wettbewerb beteiligt haben. Die Vielzahl der eingereichten Beiträge [631 Programme aus 24 EU-Ländern und der Schweiz] beweist zweierlei:</p>
<ol>
<li>Der CIVIS Medienpreis ist in der Branche eine begehrte Auszeichnung.</li>
<li>Unsere Medienschaffenden in Europa arbeiten mit vollem Engagement für Integration und Vielfalt, für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen! Respekt und Dank für diesen Einsatz!</li>
</ol>
<p>Integration ist ein Miteinander. Bei uns in Bayern gelingt Integration. Bayerische Großstädte haben einen hohen Migrantenanteil, aber nur wenige Probleme [im Vergleich: Berlin: 25,7%, München: 35,6%, Nürnberg: 36,6%, Augsburg: 38,8%]. Migranten haben in Bayern die besten Chancen auf Ausbildung, Teilhabe und einen erfolgreichen Lebensweg. Wir handeln nach dem Prinzip: Fördern und Fordern – mit Vorbildern als Wegweiser für den Erfolg!</p>
<p>Sehr verehrte Preisträger und Preisträgerinnen, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>mit Ihren Filmen, Sendungen und Programmen geben Sie uns diese Vorbilder.</p>
<ul>
<li>Sie stoßen Türen auf in andere Welten.</li>
<li>Sie treten ein gegen Diskriminierung und Rassismus.</li>
<li>Sie zeigen einem Millionenpublikum unsere Lebenswirklichkeit in ihrer ganzen Vielfalt.</li>
</ul>
<p>Sie klären auf. Sie regen uns an zum Denken und Handeln. Mit Ihren Geschichten treffen Sie uns mitten ins Herz.</p>
<p>Mein Dank und meine herzliche Gratulation zum CIVIS Preis 2012!</p>
<p>Ich darf Sie ermuntern:</p>
<ul>
<li>Zeigen Sie uns weiterhin, wie bunt und vielfältig unsere Gesellschaft ist!</li>
<li>Setzen Sie weiterhin so kreativ und mutig auf Inhalte mit Substanz gegen den Mainstream!</li>
<li>Machen Sie weiter so!</li>
</ul>
<p>Ich freue mich auf einen gelungenen Abend. Ich darf Sie schon jetzt im Anschluss an die Preisverleihung in die Bayerische Vertretung einladen. Frau Piel, Frau Professor Böhmer und ich bitten Sie herzlich zum Galaabend.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373801/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373801/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Verleihung Bayerischer Fernsehpreis</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich spreche heute nicht nur als Ministerpräsident, sondern auch als Fan. Seit über 20 Jahren verleihen Sie mit Ihrer großartigen Schauspielkunst dem Kult-Duo Leitmayr und Batic eine tiefe Humanität, Glaubwürdigkeit und Sympathie. Über 60 Fälle, über 60 Mal ehrliche, menschliche Schicksale, über 60 Mal die Botschaft: Der Mensch ist zu vielem, ja zu allem fähig, aber immer auch zum Guten.</p>
<p>Die Tiefe Ihrer Charakterdarstellung ist nur zu erklären mit einem Blick hinter die Kunstfiguren.</p>
<p>Sie, Herr Wachtveitl, sind ja ein echtes Münchner Kindl, geboren in Pasing und früh für die Sprech- und Schauspielkunst begeistert.</p>
<p>Eine Ihrer ersten Rollen im Jahr 1971 war da vielleicht in gewisser Hinsicht wegweisend: In dem Hörspiel „Pumuckl und der Finderlohn“ stand da nämlich auf der Besetzungsliste ein „Bube 2“ namens „Schorschi“. Den sprachen Sie. Und der Meister Eder war kein anderer als der unvergessene Gustl Bayrhammer, als Kommissar Veigl Ihr Vorgänger beim Münchner „Tatort“.</p>
<p>Ihre Begabung setzen Sie seitdem äußerst vielseitig ein: als Synchronstimme von Hollywood-Stars, als Sprecher von Dokumentationen des Bayerischen Fernsehens und als Literatur-Interpret. Darüber hinaus sind Sie Drehbuchautor und Regisseur, gefragter Film- und Fernsehschauspieler, studierter Philosoph. Das ist eine beeindruckende künstlerische Bandbreite.</p>
<p>Auch Ihre Vita, Herr Nemec, zeigt viele künstlerische Facetten: Geboren in Zagreb, kamen Sie als Jugendlicher nach Bayern. Sie haben in Salzburg Musik und in Zürich Schauspiel studiert. Dann wurden Sie rasch ein Publikumsliebling als leidenschaftlicher Bühnenheld, unter anderem am Münchner Volkstheater und am Bayerischen Staatsschauspiel.</p>
<p>Im Fernsehen wurden Sie anfangs in Serien wie „Der Alte“ oder „Derrick“ oft als Bösewicht besetzt. Aber, wie wir alle wissen, verhelfen Sie mittlerweile dem Guten zum Sieg – auch im wahren Leben, zum Beispiel durch Ihren Einsatz für Kriegswaisen aus dem ehemaligen Jugoslawien.</p>
<p>Das große soziale Engagement und die tiefe Menschlichkeit, die Sie beide auszeichnen, haben auch Ihre „Tatort“-Charaktere geprägt. Bei Batic und Leitmayr gibt es keine Hierarchie, keine Hahnenkämpfe, da setzen sich zwei ganze Kerle für das ein, was sie für richtig halten. Das schafft Sympathie.</p>
<p>Der Münchner „Tatort“ erfüllt einen besonderen Anspruch, der dem Auftrag öffentlich-rechtlicher Produktionen vorbildlich gerecht wird: Ihr Duo steht für gesellschaftlich relevante Themen jenseits der Sonnenseiten von Grünwald und Maximilianstraße, verliert sich aber auch nicht in einem pauschalen Kulturpessimismus. Die Kommissare Batic und Leitmayr entdecken Untiefen, die manch gängiger Krimi-Konfektion verborgen bleiben. Im Jahr 2001 wurden Sie für den „Tatort“ bereits mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.</p>
<p>Gestatten Sie mir hier noch ein Wort zu einer in der Tat besonders ehrenwerten Gabe der Schauspieler Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec: Sie spielen sich nicht in den Vordergrund, im Gegenteil, sie lassen ihre Kollegen besonders gut aussehen. Auch das zeigen die zahlreichen Preise für den Münchner „Tatort“.</p>
<p>Sie sind großartige Botschafter bayerischer Lebenskultur.</p>
<p>Die altbayerische Gelassenheit des Leitmayer und das südländische Feuer des Batic. Charakterköpfe mit Ecken und Kanten, die den Zweifel an sich und die Verzweiflung an der Welt zulassen, die aber nach Rückschlägen aufstehen und weitermachen, die im Dienst des Guten auch mal die Spielregeln großzügig auslegen nach dem Motto: „Leben und leben lassen". Zutiefst menschlich, mit einem hintergründigen Humor und immer mit einem großen Herz für die Schwachen. Typisch bayerisch, typisch Wachtveitl, typisch Nemec.</p>
<p>Als die mit Abstand beliebtesten bayerischen Fernsehbeamten darf ich Sie heute mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten auszeichnen – meinen Respekt und meine Gratulation an Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373522/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>150-jähriges Jubiläum des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches „Grüß Gott“ hier in der bigBOX in Kempten!</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Wengert [MdL, Präsident des Chorverbandes],</p>
<p>gerne bin ich Ihrer Einladung gefolgt. 150 Jahre Chorverband Bayerisch-Schwaben – das ist wirklich ein Grund zum Feiern! Im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung gratuliere ich herzlich zu Ihrem schönen Jubiläum!</p>
<p>Sie können in diesem Jahr zurückblicken auf viele Erfolge, sicher auf so manch denkwürdige Anekdote, aber vor allem auf 150 Jahre gemeinsamer Arbeit und Freude!</p>
<p><em>„Schwaben singt“</em> - dieser Leitspruch gilt für die 550 Chöre des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben damals wie heute.</p>
<p>Liebe Sängerinnen und Sänger,</p>
<p>ob bei Jubiläen, in Gottesdiensten oder Konzerten - seit 150 Jahren bringen Sie Schwaben und besonders unser Allgäu zum Klingen! Sie alle beweisen: Gemeinsam singen – das ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung. Mit Ihrem Gesang bereichern und beglücken Sie Ihr und unser Leben.</p>
<p>Singen spricht unseren Körper an, erfreut unseren Geist und ist Balsam für unsere Seele. Singen weckt in jedem einzelnen von uns Fantasie, Kreativität und Lust am Leben.</p>
<p>Oder um mit Richard Wagner zu sprechen:</p>
<p><em>„Das älteste … und schönste Organ der Musik … ist die menschliche Stimme.“</em></p>
<p>Und dieses Geschenk, diese wunderbare Erfahrung des gemeinsamen Singens geben Sie auch von Generation zu Generation weiter! Auch im Zeitalter von Facebook und Twitter sind echte Momente von Gemeinschaft und Kameradschaft von unschätzbarem Wert!</p>
<p>Mein ausgesprochener Dank gilt dem Chorverband Bayerisch-Schwaben, den Organisatoren, Sponsoren und allen, die geholfen haben, dieses Sängerfest möglich zu machen.</p>
<p>Insbesondere danke ich den Chören und Chorleitern des heutigen Abends [Augsburger Domsingknaben, Carl-Orff-Chor, Mendelssohn Vocalensemble, Kaufbeurer Martinsfinsken]!</p>
<p>Liebe Chorleiter,<br />liebe Sängerinnen und Sänger,</p>
<p>Ihre Freude am Singen und Musizieren, Ihr Herz für Musik macht dieses Jubiläum erst zum Fest. Den jungen wie den alten Sängerinnen und Sängern sage ich: Respekt und Vergelt’s Gott für Ihre Begeisterung und Ihr wohl klingendes Engagement!</p>
<p>Bei Ihnen merkt man: Gesang und Musik liegen uns Bayern im Blut.</p>
<p>Bayern ist das Land der Musik!</p>
<p>Land auf, Land ab zeigen Musikfeste wie diese:</p>
<p>Wir in Bayern sind zukunftsstark, weil wir so traditionsstark sind! Wir sind reich – auch an Chören, Gesang und Musik!</p>
<p>Die Pflege unserer Kunst, Kultur und Traditionen ist für uns in Bayern ein Herzensanliegen. Musik und Gesang gehören bei uns in Bayern zur Lebensfreude, Musik und Gesang sind für uns in Bayern Lebenselixier!</p>
<p>Liebe Sängerinnen und Sänger,</p>
<p>meinem Dank an Sie füge ich auch gleich eine Bitte hinzu: Sie besitzen die Gottesgabe einer schönen Stimme. Darum lassen Sie Ihre Stimmen hören, singen Sie für uns weiterhin aus voller Kehle!</p>
<p>Dann wird Schwaben, wird Bayern das Land bleiben, das es immer war: ein Land, das singt und klingt.</p>
<p>Ihnen allen wünsche ich noch viele Jahre des gemeinsamen Singens und Musizierens.</p>
<p>Auf die nächsten 150 Jahre Chorverband Bayerisch-Schwaben!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373493/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Aushändigung Bundesverdienstorden</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p><em>„Nur wer selbst brennt, kann ein Feuer in anderen entfachen“.</em></p>
<p>Verehrte Ordensträgerinnen und Ordensträger,</p>
<p>dieser Satz von Augustinus wirft ein Licht auf Menschen wie Sie.</p>
<p>Sie engagieren sich seit vielen Jahren mit Leidenschaft - für Kunst und Kultur, für Wissenschaft und Wirtschaft, für andere Menschen. In Ihnen glüht ein inneres Feuer.</p>
<p>In Ihren Lebensläufen spiegeln sich Tatkraft und Eigeninitiative, Hilfsbereitschaft und Solidarität, Ideenreichtum und Gestaltungskraft. Sie leisten weit mehr als Ihre Pflicht. Sie brennen für Ihre Aufgabe!</p>
<p>Mit Ihrem Engagement und Ihrem Idealismus stecken Sie andere Menschen an.</p>
<p>Mit Ihrem Verantwortungsbewusstsein stärken Sie den Zusammenhalt in unserem Land. Sie sind Vorbilder in unserer Gesellschaft.</p>
<p>Ich heiße Sie sehr herzlich willkommen hier im Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei. Es ist mir eine Ehre, Ihnen für Ihre Lebensleistungen heute den Bundesverdienstorden überreichen zu dürfen.</p>
<p>Mit dieser höchsten Würdigung ehrt die Bundesrepublik Deutschland Persönlichkeiten, die für unser Gemeinwohl Herausragendes geleistet haben. Der Orden ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für Ihren unbezahlbaren Dienst an unserer Gemeinschaft.</p>
<p>Ich freue mich über die Gelegenheit, Ihnen heute als Bayerischer Ministerpräsident und auch ganz persönlich zu danken. Vergelt’s Gott für Ihren außergewöhnlichen Einsatz!</p>
<p>Sie alle haben auf unterschiedlichsten Gebieten Herausragendes bewegt.</p>
<p>Sie haben Ihre Talente in Kunst, Kultur und in den Medien entfaltet. Einige von Ihnen haben Film- und Musikgeschichte geschrieben. Sie haben die Herzen eines Millionenpublikums erobert – weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Andere haben vor Ort kulturelle und wissenschaftliche Pionierarbeit geleistet. Sie haben gezeigt: Kultur kann auch ein Stück Heimat sein.</p>
<p>Sie alle haben unsere bayerische und deutsche Kulturlandschaft um viele „Schätze“ bereichert.</p>
<p>Gegenseitiger Austausch und Dialog sind Grundpfeiler in unserer Gesellschaft. Sie haben solche Brücken der Verständigung gebaut. Sie haben den Anstoß gegeben zum Nachdenken, Mitreden und Überdenken der eigenen Sicht. Als Botschafter des christlichen Glaubens haben Sie den religiösen Dialog und den Wertediskurs in unserem Land voran gebracht.</p>
<p>Mit Unternehmergeist, wissenschaftlicher Neugier und Bürgersinn haben Sie Ihren Geist und Gestaltungswillen in den Dienst von Wirtschaft und Forschung gestellt.</p>
<p>Sie haben Deutschland und Bayern als Land der Ideen und Innovationen mitgeprägt – zum Wohle der Gemeinschaft.</p>
<p>Sie sind aktiv geworden für Ihre Mitmenschen. Sie kümmern sich um die, die sich selbst nicht helfen können: Kinder und Jugendliche, Kranke und Alte, Menschen mit Behinderung. Um Menschen in Lebensgefahr zu retten, scheuen Sie selbst Gefahren nicht. Sie leben Nächstenliebe und Solidarität vor. Durch Menschen wie Sie hat unsere Gesellschaft ein menschliches und soziales Gesicht.</p>
<p>Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Fülle Ihres beruflichen und ehrenamtlichen Wirkens. Sie haben Deutschland und Bayern viel gegeben. Wo andere zögern und zaudern, ergreifen Sie die Initiative, bringen Sie Ihre Ideen und Ihre Schaffenskraft in unser Gemeinwesen ein. Widerstände und Schwierigkeiten haben Sie alle dabei auch schon einmal erfahren – und sich dennoch von Hürden nicht aufhalten lassen. Ihr Mut und Ihre Entschlossenheit verdienen Respekt und Dank.</p>
<p>Sie alle sind Vorbilder für eine lebendige Demokratie. Sie geben Impulse für Engagement und Beteiligung.</p>
<p>Sie alle engagieren sich neben Ihrer beruflichen Tätigkeit ehrenamtlich für andere. Ob in Stiftungen, Vereinen, Verbänden oder als Privatpersonen. Damit stärken Sie Zusammenhalt, Bürgersinn und Identität. Sie gestalten Bayern und Deutschland als lebens- und liebenswerte Heimat.</p>
<p>Freiwilliges Engagement ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar. Das gilt für Bayern und Deutschland genauso wie für Europa. Bürgerschaftliches Engagement ist das Fundament eines funktionierenden Gemeinwesens. Menschlichkeit lässt sich nicht per Gesetz verordnen. Der Staat kann nicht alles leisten. Zusammenhalt und Zukunft brauchen engagierte Bürgerinnen und Bürger wie Sie!</p>
<p>Sie stehen für eine vorbildliche Verantwortungskultur. In Ihrem Wirken spiegeln sich die Werte einer solidarischen Bürgergesellschaft.</p>
<p>Werte sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Gerade die junge Generation findet in Werten Orientierung und Halt.</p>
<p>Die Sinus-Jugendstudie 2012 [„Wie ticken Jugendliche 2012“, hg. von Sinus Sociovision] attestiert unseren Jugendlichen ein starkes soziales Engagement. Familie, Freunde und eine funktionierende gesellschaftliche Moral sind für junge Menschen Voraussetzungen, ihr Leben eigenverantwortlich und unabhängig zu gestalten. Die Jugend sagt ja zur Freiheit und ja zur Verantwortung. Die Menschen wollen mitgestalten!</p>
<p>Deshalb setzen wir in Bayern auf Beteiligung. Bayern ist Mitmachland! Partizipation bei politischen Entscheidungsfragen stärkt das demokratische Bewusstsein und ermutigt zu demokratischem Engagement. Partizipation schafft Legitimation. Wir in Bayern sind stolz auf unsere aktiven Bürgerinnen und Bürger!</p>
<p>Wir wissen: Die Kraft zur Zukunft liegt in den Herzen und Händen der Menschen.</p>
<p>Sehr geehrte Ordensträgerinnen und Ordensträger,</p>
<p>Erich Kästner hat einmal gesagt:</p>
<p><em>„Bei Vorbildern ist unwichtig, ob es sich um einen großen toten Dichter, um Mahatma Gandhi oder um Onkel Fritz aus Braunschweig handelt – wenn es nur ein Mensch ist, der im gegebenen Augenblick ohne Wimpernzucken gesagt oder getan hat, wovor wir zögern.“</em></p>
<p>Meine Bitte an Sie: Zögern Sie auch weiterhin nicht! Bauen Sie weiterhin so kraftvoll mit an der Zukunft unserer Gesellschaft und unserer Heimat!</p>
<p>Ich bin mir sicher: Das Feuer Ihrer Begeisterung wird auch weiterhin andere Menschen entflammen – Ihr Vorbild ermutigt zum Handeln! Ihnen allen herzlichen Dank!</p>
<p>Ich freue mich, Ihnen nun Ihre Auszeichnungen überreichen zu dürfen.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373456/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373456/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Festakt zur Wiedereröffnung der Kongresshalle Augsburg</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. AUGBURG UND SCHWABEN – KRAFTZENTRUM BAYERNS</p>
<p><em>„Von meiner Stadt verlange ich: Strom, Wasser und Kanalisation. Was die Kultur anbelangt, die besitze ich bereits.“</em> [Karl Kraus (1874 - 1936); österreichischen Schriftsteller und Publizist; zitiert auf <a href="http://www.aphorismen.de" target="_blank" title="Öffnet neues Fenster">www.aphorismen.de</a>; Quelle: „Sprüche und Widersprüche“, Albert Langen Verlag für Literatur und Kunst, München, 1909]</p>
<p>Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,<br />lieber Kurt Gribl,</p>
<p>mit diesem Zitat von Karl Kraus wird sich ein Oberbürgermeister nicht zufrieden geben. Kultur besitzen reicht nicht. Kultur braucht auch eine Heimat, einen ganz konkreten Ort, an dem sie gelebt und erlebt werden kann.</p>
<p>Die Kongresshalle hier in Augsburg ist ein solcher Ort – ein großer Gewinn für Augsburg und für die ganze Region! Schön, dass wir heute nach zweijähriger Pause die Wiedereröffnung feiern können!</p>
<p>Zunächst einmal Dank an das Philharmonische Orchester Augsburg. Ihr musikalischer Gruß belegt: Musikfreunde werden hier in der Kongresshalle auch in Zukunft voll auf ihre Kosten kommen!</p>
<p>Liebe Augsburger,</p>
<p>Ihnen allen gratuliere ich sehr herzlich zu Ihrer neuen Kongresshalle! Sie stimmen mir sicherlich zu: Die Arbeit der letzten zwei Jahre hat sich gelohnt:</p>
<ul>
<li>Die Kongresshalle von 1972 erstrahlt heute in neuem Licht.</li>
<li>Die energetische Sanierung sorgt heute für eine hocheffiziente, nachhaltige Energieversorgung.</li>
<li>Die Kongresshalle entspricht heute modernsten Anforderungen an Sicherheit, Service und Ambiente.</li>
<li>Der neue Name „Kongress am Park“ macht deutlich: Hier ist ein Ort zum Wohlfühlen und Verweilen entstanden.</li>
</ul>
<p>Ich danke allen, die sich hier eingebracht haben: Den Planern und Projektleitern, den Handwerkern und Bauarbeitern, den Mitarbeitern der beteiligten Firmen und den Verantwortlichen der Stadt. Für Ihre Arbeit und Ihre Leistung sage ich: Respekt und Vergelt’s Gott!</p>
<p>Sie zeigen:<br />Bayerns Stärke sind seine Menschen. Die Menschen in Bayern haben Kraft zu Lösungen, zu Initiative, zu neuen Ideen.</p>
<p>Der Erfolg Bayerns ist der Erfolg seiner Bürger!</p>
<p>Lieber Kurt Gribl,</p>
<p>ich danke Dir für die Einladung heute Abend. Ich bin gerne in der Zukunftsstadt Augsburg. Letzten Herbst habe ich auf meiner Zukunftsreise das Klinikum, die Uni Augsburg mit ihrem Zukunftsprojekt „Innovationspark“ und die Firma Premium Aerotec besucht.</p>
<p>Heute eröffnen wir mit dem neu gestalteten Kongresszentrum einen kulturellen Leuchtturm, der weit über Augsburg strahlen wird.</p>
<p>Die Augsburger zeigen: Bayern ist im Aufbruch. Augsburg ist Zukunft.</p>
<p>Augsburg ist starker Mittelpunkt der Zukunftsregion Schwaben.</p>
<p>Der aktuelle Chancenindex der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft bestätigt: Schwaben ist bei der Wirtschaftsdynamik Spitzenreiter in Bayern – und der Landkreis Augsburg sogar top [2. Stelle; Daten von März 2012] in Deutschland! Mit einer Arbeitslosenquote von 3,4% [April 2012] verteidigt Schwaben erneut auch auf dem Arbeitsmarkt seine Top-Position.</p>
<p>Hier in der Region ist die Stimmung gut. Nicht nur in der Arena beim FCA [der FC Augsburg hat vergangenes Wochenende den Klassenerhalt geschafft], sondern auch bei den Unternehmen. Die IHK stellte neulich fest, dass der FCA und die Firmen in Schwaben eines gemeinsam haben: <em>„Sie schlagen sich wacker in schwierigem Umfeld“</em> [Zitat SZ 7./8./9. April 2012, S. R 15]. Augsburg und Schwaben sind Aufsteigerregion. Sie spielen in der ersten Liga! Verdient ist verdient!</p>
<p>Ein Beispiel: Heute habe ich den Landkreis Dillingen besucht. Im Schulzentrum Lauingen streben höchst motivierte Schüler eine Ausbildung zum Umwelttechniker an. Das ist ein Beruf mit Zukunft! Ich war bei Unternehmen in Höchstädt und Buttenwiesen, die sich vorbildlich für die Umwelt und für ihre Mitarbeiter einsetzen. Dies alles zeigt:</p>
<p>Schwaben und Bayern sind Modell für die Symbiose von Ökologie und Ökonomie. Bayern steht für wirtschaftlichen Erfolg und für eine gesunde Umwelt. Wir setzen auf die Verbindung von Erfolg und Lebensqualität. Das zeichnet Bayern aus!</p>
<p>Jeder meiner Besuche in Augsburg und Schwaben bestätigt:</p>
<ul>
<li>Bayern ist stark.</li>
<li>Schwaben ist dynamisch.</li>
<li>Und Augsburg ist ein Kraftzentrum Bayerns.</li>
</ul>
<p>Der neu sanierte Kongress am Park ist ein in Beton gegossenes Symbol für die Stärke Bayerns und seiner Menschen!</p>
<p>II. KONGRESSHALLE ALS SYMBOL FÜR DIE STÄRKE BAYERNS</p>
<p>Bayern ist starkes Chancenland – das nehmen auch die Menschen in anderen Teilen Deutschlands wahr. Kein anderes Land verbucht so viele Zuzüge wie wir.</p>
<p>Heute leben in Bayern rund 12,5 Millionen Menschen. Das ist über eine Million mehr als vor zehn Jahren. Seit 1990 sind per saldo mehr als 1,3 Millionen Menschen zu uns nach Bayern gekommen – das ist fast fünf Mal die Stadt Augsburg [ca. 265.000]. Rund 800.000 aus anderen Teilen Deutschlands und über 500.000 aus dem Ausland. Das ist eine Abstimmung mit dem Umzugswagen!</p>
<p>Familien und junge Erwachsene entscheiden sich für Bayern. Wir sind das Land der unbegrenzten Chancen. Wir sind das Land mit der höchsten Lebensqualität.</p>
<p>1. Bayern: Zukunft aus Herkunft.</p>
<p>Die einzigartige Verbindung von ursprünglicher Stärke und Dynamik in unserem Land schafft Zukunft.</p>
<p>In Bayern wissen wir um unsere Qualitäten. Wir tragen Verantwortung für unsere Heimat. Die Menschen vertrauen auf ihr Wissen, ihr Können, ihre gelebten Werte.</p>
<p>Daraus schöpfen wir die Kraft zu neuen Ideen und zur mutigen Gestaltung der Zukunft. Wir machen das, was gut ist, noch besser.</p>
<p>Bei der neuen Kongresshalle haben Sie gezeigt, wie das geht: Sie haben die denkmalgeschützten Strukturen bewahrt und daraus Neues geschaffen. Sie haben sich zur unverwechselbaren Architektur dieses Gebäudes bekannt und gleichzeitig neue Möglichkeiten für seine Nutzung entwickelt: Die neue Kongresshalle ist vorbildlich in ihrer Verbindung von ursprünglicher Architektur und moderner – ein Klassiker in neuem Glanz.</p>
<p>2. Bayern ist: Einheit in Vielfalt</p>
<p>Wir sind in Bayern stolz auf unsere unverkennbare Kultur, unsere Geschichte, unseren sozialen Zusammenhalt. Gleichzeitig sind diese Kultur und dieses Miteinander so reichhaltig und vielfältig wie kaum in einer anderen Region in Deutschland. Unsere vielfältige und reichhaltige Kultur in Bayern ist kein Luxusgut, das wir ums Prestige willen pflegen. Kultur ist unser Lebenselixier!</p>
<p>Der Journalist Wolfram Weimer hat einmal gesagt: <em>„Eine Gesellschaft, die (…) um ihren kulturellen Boden nicht weiß, kann nirgendwo zum Sprung ansetzen.“</em> [Cicero, 11/2006]</p>
<p>Unsere Identität ist die Voraussetzung für unseren Erfolg! Wir sind weltweit erfolgreich, weil wir starke Wurzeln haben. Das Wissen um unsere Herkunft gibt uns Gelassenheit, Selbstvertrauen und Kraft zur Zukunft.</p>
<p>Für mich als Ministerpräsident ist es ein Herzensanliegen, das kulturelle Fundament Bayerns zu stärken und weiter auszubauen. Dazu entwickeln wir gerade ein umfangreiches Kulturkonzept. Wir wollen allen unseren bayerischen Regionen helfen, ihre kulturellen Stärken noch besser zur Entfaltung zu bringen.</p>
<p>Die Kongresshalle steht für die kulturelle Stärke Bayerns. Sie gibt kulturellem Schaffen eine moderne Heimat.</p>
<p>Kongresse und Tagungen, Klassik- und Popkonzerte, Comedy und Kabarett, Festivals und Vorträge, Sportveranstaltungen und Unterhaltung: Die Kongresshalle schafft kulturelle Identität für Augsburg. Sie ist ein Zentrum für Kunstgenuss, ein Ort der Begegnung für die Menschen in Augsburg und weit darüber hinaus.</p>
<p>Das ist Kultur, das ist Leben, das ist Miteinander auf gut bayerisch!</p>
<p>3. Bayern ist: Leistung und Verantwortung</p>
<p>Die Kongresshalle ist auch Symbol für die Wirtschaftskraft Bayerns.</p>
<p>Wir haben in Bayern weltweit erfolgreiche Firmen, einen innovativen Mittelstand, ein solides Handwerk.</p>
<p>Gute Unternehmen – das haben andere auch. Aber wir haben noch mehr: Fairer Wettbewerb und Leistung sind bei uns kein Schimpfwort, sondern ein Ansporn und der Motor für Verbesserungen.</p>
<p>Anpacken und Bessermachen ist bei uns verbunden mit der Verantwortung für die Heimat und die Menschen, die hier leben. Unsere Unternehmen, unsere Arbeiter, unsere Bürger sind verwurzelt in der Region, sie engagieren sich vor Ort.</p>
<p>Sie leben die Tugenden, die uns in Bayern an die Spitze gebracht haben:</p>
<ul>
<li>ehrliche Arbeit, Produktion statt Spekulation,</li>
<li>selbst tun statt Selbstmitleid,</li>
<li>anpacken statt abwarten,</li>
<li>fleißig sein statt Hand aufhalten.</li>
</ul>
<p>Der Erfolg Bayerns ist deshalb der Erfolg von Ihnen allen.</p>
<p>Bei der Neugestaltung der Kongresshalle haben sich Unternehmen aus der Region für die Region engagiert. Sie machen die Halle zum Impulsgeber für den Kongress- und Messe-Standort Augsburg. Sie sorgen damit für Wachstum und Arbeitsplätze vor Ort. Ein herzliches Dankeschön für diese gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen!</p>
<p>III. MIT ENERGIE IN DIE ZUKUNFT – ENERGETISCHE SANIERUNG DER KONGRESSHALLE</p>
<p>Ein Beispiel für das aktive Engagement von Bürgern in der Region gefällt mir besonders:</p>
<p>Die Stadtwerke Augsburg haben ihren Kunden angeboten, sich an Solar- und Hydroenergie-Projekten in Augsburg zu beteiligen – unter anderem auch an der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kongresshalle. Das haben sich viele nicht zweimal sagen lassen: Weit über 1.000 Bürger wollen Anteile dieses Investitionsmodells zeichnen.</p>
<p>Dies zeigt: Energie aus der Heimat für die Heimat – das ist der richtige Weg. Die Symbiose von Ökonomie und Ökologie funktioniert. So wird Bayern zum Vorzeigeland für die Energieversorgung der Zukunft!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Mit Energie in die Zukunft – das ist Teil unserer Zukunftsstrategie „Aufbruch Bayern. Der Freistaat stellt hierfür enorme Summen bereit: In den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro!</p>
<p>Wir machen unsere Energieversorgung sicher, sauber und für jeden bezahlbar – mit innovativen Projekten und mit intelligenter Technologie.</p>
<p>Wir packen an: Bayern ist Modell für Energiesparen und Energie-High-Tech.</p>
<p>Im Zeitraum 2000 bis 2050 wird sich der Weltenergieverbrauch in etwa verdoppeln. Und das bei begrenzten Ressourcen fossiler Energiequellen. Deshalb werden überall in Europa, in den USA und in China Milliarden in die Energieeffizienz investiert. Aus Umweltschutzgründen, aus Zukunftsvorsorge und weil es sich schlicht rechnet.</p>
<p>Wirtschaftswachstum und effizienter Umgang mit Energie – das ist kein Gegensatz, das gehört zusammen.</p>
<p>Gerade bei der energetischen Gebäudesanierung gilt: Jeder Euro rentiert sich in wenigen Jahren. Sie haben das hier bei der Kongresshalle längst erkannt.</p>
<p>Gerne haben wir mit dem Bund die energetische Modernisierung der Kongresshalle mit mehr als fünf Millionen Euro gefördert [Konjunkturpaket II; Bund: 4.293.000 Euro, Land: 853.700 Euro].</p>
<p>Die nachhaltigste Energie ist diejenige, die man erst gar nicht verbraucht. So sieht der Aufbruch in ein neues Energiezeitalter aus! So sieht unser „Aufbruch Bayern“ aus.</p>
<p>IV. KRAFTVOLL IN DIE ZUKUNFT INVESTIEREN – AUFBRUCH BAYERN</p>
<p>Mit „Aufbruch Bayern“ investieren wir kraftvoll in die Zukunft.</p>
<p>Wir stärken die Familien mit 2,4 Milliarden Euro allein in diesem Jahr [+50% bzw. +800 Mio. Euro seit 2008] – für mehr und für noch bessere Betreuungsangebote, für ein familienfreundliches Bayern.</p>
<p>Wir sorgen für beste Bildung. 15,8 Mrd. Euro nehmen wir dafür dieses Jahr in die Hand [+18% bzw. +2,4 Mrd. Euro seit 2008]. Jeder dritte Euro geht in die Bildung – für mehr Lehrer [+6.900 seit 2008], mehr Studienplätze [+38.000, plus Einstieg in weitere 10.000 seit 2008], mehr Ganztagsschulen. Denn Bildung ist die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts!</p>
<p>Wir setzen auf Innovation. Ob Hightech-Medizin, Elektromobilität oder Umwelttechnologie – aus Bayern kommen die Exportschlager von morgen. Damit holen wir Aufträge und halten Arbeitsplätze in Bayern.</p>
<p>Ein Beispiel: Die Cluster-Initiative M•A•I Carbon mit Sitz hier in Augsburg hat eine Auszeichnung als eines der Spitzencluster in Deutschland bekommen. Zurecht! Mit der Karbonfaser-Technologie schreiben Sie mit an einer Erfolgsstory der Zukunft. Darauf können Sie stolz sein!</p>
<p>Wir unterstützen Sie dabei mit 10,5 Millionen Euro für das Anwenderzentrum Karbonfasertechnologie – ein Projekt aus unserer Strategie „Aufbruch Bayern“.</p>
<p>Die Zukunft aufbauen – das geht nur, wenn man ein solides finanzielles Fundament hat. Seit 2006 machen wir deshalb keinen Cent neue Schulden.<br />In diesem Jahr tilgen wir eine Milliarde Euro. Und für das Jahr 2030 haben wir uns ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Bayern soll schuldenfrei sein! Das ist Generationengerechtigkeit!</p>
<p>Gleichzeitig haben wir die Kraft für Investitionen in Milliardenhöhe [Investitionsquote von 12%]. Mit über 7,3 Milliarden unterstützen wir unsere Städte und Gemeinden im größten Kommunalen Finanzausgleich aller Zeiten.</p>
<p>Bei uns geht beides: Tilgung und Wachstum! Stabilität und Dynamik!</p>
<p>Denn wir wollen Zukunft ermöglichen. Wir wollen nicht Zinsen vererben, sondern Chancen – für unsere Kinder und Enkel, für Menschen überall in Bayern!</p>
<p>Mit „Aufbruch Bayern“ schaffen wir das Rüstzeug für die Zukunft. Und wir wissen: Dieses Geld ist gut investiert. Denn die Politik kann nur den Rahmen abstecken.</p>
<p>Den Erfolg, die Umsetzung, das schaffen die Menschen vor Ort. Menschen wie Sie, die kraftvoll anpacken und ihre Zukunft in die Hand nehmen.</p>
<p>V. ZUKUNFT AUGSBURG</p>
<p>Wer sehen will, wie Zukunft geht, der muss hierher nach Augsburg kommen. In dieser Region steckt Dynamik, Kraft und Aufbruch. Auf Augsburg können wir in Bayern zählen. Deshalb sage ich: Augsburger, macht weiter so!</p>
<p>Ich wünsche Ihnen viele erfolgreiche Veranstaltungen hier in der wunderbar sanierten Kongresshalle. Ihnen alles Gute und uns allen einen schönen Abend!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373387/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373387/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Verleihung der Jakob Fugger Medaille</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wenn eine renommierte Wochenzeitung aus Hamburg mit einem bayerischen Gütesiegel ausgezeichnet wird, darf ein Ministerpräsident nicht fehlen. Im schönsten Saal, den Bayern zu bieten hat, zollen wir heute der angesehensten Wochenzeitung in Deutschland Anerkennung und Respekt.</p>
<p>Als Bayerischer Ministerpräsident sage ich persönlich und im Namen der Staatsregierung:</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch zu dieser Auszeichnung und dieser Leistung!</p>
<p>Sehr geehrte Festgäste,</p>
<p>wir alle wissen: Wer für „Die Zeit“ arbeitet, lebt für das journalistische Ethos und für Qualität.</p>
<p>„Die Zeit“ als Würdenträger der Jakob Fugger Medaille gefällt mir als Bayerischer Ministerpräsident aus drei Gründen.</p>
<p>Erstens: Jakob Fugger war ein Medienpionier aus Bayern - und er war geschäftstüchtig. Lange bevor andere Zeitungen gedruckt haben, hat dieser Kaufmann seine Kunden und Lieferanten mit gedruckten Nachrichten versorgt. Er erkannte mit großem Weitblick den Wert von verlässlichen Informationen und von persönlichen Netzwerken. Heute nennen wir das „Facebook“ und halten uns für sehr modern.</p>
<p>Verlässliche Informationen auf dem aktuellsten Medium verbreiten – das ist Mut und Innovationskraft aus Bayern. Das ist der bayerische Weg in die Zukunft. Heute setzen wir mit unserer Strategie „Aufbruch Bayern“ auf Bildung, Familie und Innovationen, auf moderne Medienpolitik – und sind überaus erfolgreich.</p>
<p>Zweitens: Mit der Jakob Fugger Medaille unterstreichen wir weit über Bayern hinaus: Qualität ist die Währung der Zukunft. Diesem Credo ist auch unsere bayerische Medienpolitik verpflichtet. Und „Die Zeit“ ist der beste Beweis: Es gibt eine Renaissance der Wertorientierung, der journalistischen Ehre, des hohen Anspruchs gegenüber dem billigen Effekt.</p>
<p>Drittens: „Die Zeit“ ist die einzige Wochenzeitung, die in der Krise keine Leser verliert, sondern dazu gewinnt. Das ist ein großartiges Zeugnis für journalistische Kraft, für unternehmerische Weitsicht und für den Qualitätsanspruch der deutschen Zeitungsleser. „Die Zeit“ steht nach der Krise besser da als vorher. Auch damit erweist sie sich einer bayerischen Auszeichnung würdig.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Esser,<br />sehr geehrter Herr di Lorenzo,</p>
<p>Sie sind Medienpioniere des 21. Jahrhunderts. Sie haben das Gespür für kommende Entwicklungen und den Mut, an den eigenen Visionen festzuhalten. Sie setzen sich im Zeitalter der neuen Medien mit Innovationskraft und mit Erfolg für den Qualitätsjournalismus ein. Das macht Sie zu den angesehensten Medienmachern weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.</p>
<p>Das Angebot der „Zeit“ passt zur Nachfrage ihrer Leser. „Die Zeit“ steht für professionelle Recherche und geprüfte Meinung. Ihre Autoren und Beiträge gelten als seriös und sachkundig. „Die Zeit“ bildet Meinung anstatt Meinungen hinterherzulaufen. Dafür sage ich Respekt und Dank.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Esser,<br />sehr geehrter Herr di Lorenzo,</p>
<p>mit Ihrem Blatt gehören Sie zur Verantwortungselite in unserem Land. Sie wissen: Es zählt nicht nur, was in der Zeitung steht, es ist vor allem wichtig, wie ein Sachverhalt dargestellt und vermittelt wird. Dieser Verantwortung stellen Sie sich Tag für Tag – als Geschäftsführer, als Chefredakteur und als Teil der vierten Gewalt im Staat. Respekt für Ihre Leistung und für Ihren Idealismus!</p>
<p>Bleiben Sie Qualitätsmaßstab, Kritiker, Ansporn und leuchtendes Vorbild. Alles Gute!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373143/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Eröffnung der Landesgartenschau in Bamberg </title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. STADT BAMBERG: UM NOCH EINE ATTRAKTION REICHER</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich nehme an, dass Sie mit mir vollkommen einer Meinung sind, wenn ich sage: Es war an der Zeit, dass die Landesgartenschau zu Ihnen, zu den ausgewiesenen Naturliebhabern, Gärtnern und Häckern, den „Zwiebeltretern“ gekommen ist.</p>
<p>Bamberg</p>
<ul>
<li>unser fränkisches Rom,</li>
<li>UNESCO-Welterbe,</li>
<li>Kaiserstadt,</li>
<li>Bischofssitz,</li>
<li>Biermekka,</li>
<li>Kulturmetropole,</li>
<li>Deutscher Meister und Pokalsieger</li>
</ul>
<p>ist jetzt um noch eine Attraktion reicher.</p>
<p>Ich war letztes Jahr beim fünften Finalspiel der Brose Baskets gegen Alba Berlin um die deutsche Basketballmeisterschaft dabei [am 18. Juni 2011 in Bamberg]. Ein großes Spiel und ein großer Erfolg für ganz Bayern! Ich habe damals gesagt: „Die Bamberger bleiben das Maß aller Dinge in der Basketball-Bundesliga.“ So wie es gerade ausschaut, soll ich Recht behalten. [Die Brose Baskets führen die Bundesliga-Tabelle an und können auch 2012, zum dritten Mail in Folge, noch das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg holen.]</p>
<p>Sie, die Bamberger, sind das Maß aller Dinge – unter dem Korb und im Garten sowieso. Mit Ihrer Landesgartenschau 2012 haben Sie aus einer Industriebrache eine bunte Vielfalt erschaffen [Erba-Insel ist das Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg ERBA, Brache seit 1992], eine Oase der Erholung für Sie selbst und eine Heimat für viele Pflanzen und Tiere. Die Idee der Landesgartenschauen ist vitaler und attraktiver denn je. Deshalb sage ich ohne Übertreibung: Heute ist ein Festtag für Bamberg, für Oberfranken und für ganz Nordbayern!</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch zu dieser Landesgartenschau – einem Glanzstück für unser umweltbewusstes und unser lebenswertes Bayern!</p>
<p>Zu diesem Erfolg haben viele Menschen beigetragen. Sie alle können stolz darauf sein! Mein Respekt und mein Dank gilt Ihnen allen!</p>
<p>II. STADT UND NATUR GEHÖREN ZUSAMMEN</p>
<p>Ich war vor wenigen Wochen in Brasilien, in São Paulo, dem größten industriellen Ballungsraum in Lateinamerika. São Paulo ist Heimat von rund 20 Millionen Menschen und damit eine der größten Städte der Erde. In São Paulo leben beinahe doppelt so viele Menschen wie bei uns in Bayern. Parks und Grünanlagen habe ich dort kaum gesehen.</p>
<p>Das ist ein ganz anderes Leben, das die Menschen dort führen. Der Bezug zur Natur spielt eine untergeordnete Rolle.</p>
<p>Für uns in Bayern ist die Natur eine Kraftquelle – gerade im Zeitalter von Globalisierung und immer rascherer Beschleunigung im Alltag. Deshalb pilgern so viele Menschen zu unseren Landesgartenschauen.</p>
<p>Nur wer Natur erlebt, im Alltag erlebt, weiß sie auch im täglichen Leben zu schätzen und zu schützen. Davon bin ich überzeugt.</p>
<p>Natur- und Umweltschutz gelingen nur, wenn wir eine emotionale Bindung zu unserer Umwelt haben. Deshalb bringen wir mit den Landesgartenschauen noch mehr Natur in unsere Städte und damit noch stärker in den städtischen Alltag. Jeder Einzelne soll nicht nur wissen, sondern fühlen, riechen und schmecken, wie wertvoll der Erhalt von Natur und Umwelt für ihn selbst und seine Kinder ist!</p>
<p>Wer die Natur liebt, für den ist Umweltschutz keine lästige Pflicht, sondern ein Bedürfnis aus eigenem Antrieb.</p>
<p>Und wer diese Liebe zur Natur sehen will, der muss hierher, der muss nach Bamberg kommen!</p>
<p>III. UMWELTSCHUTZ IN BAYERN KOMMT VON HERZEN</p>
<p>Wir haben in Bayern schon 1970 ein Umweltministerium gegründet. Das war eine Pionierleistung in Europa. Wir haben unsere Verantwortung gegenüber Natur und Umwelt in unserer Bayerischen Verfassung verankert. Zugleich ist der Staatsregierung bewusst: Staatliches Handeln leistet einen wichtigen, aber nur einen begrenzten Beitrag für den Umweltschutz. Entscheidend ist das aktive Engagement jedes Einzelnen.</p>
<p>Und darauf können wir in Bayern stolz sein:</p>
<ul>
<li>Bis 1990 ist das Abfallaufkommen in unserem Land noch gestiegen. Seitdem ist es auf gleichem Niveau geblieben – und das trotz 35 Prozent Wirtschaftswachstum.<br />[2010 fielen im Durchschnitt in Bayern pro Einwohner rund 511 Kilogramm Abfall an.]<br />Und mehr als 70 Prozent unserer Abfälle werden wiederverwertet.<br />Wir können sagen: Wir nutzen heute die Ressourcen um über 70 Prozent wirksamer als noch zu Beginn der 90er Jahre.<br />Das ist ein riesiger Fortschritt für unsere Umwelt! Und das zeigt: Umweltschutz, neue Technik und Wachstum sind keine Gegensätze, sondern gehören zusammen.</li>
<li>Der bayerische Stromverbrauch ist stabil und unser CO2-Ausstoß rückläufig.<br />[Stromverbrauch 2007: 80 Mrd. kWh; 2008: 81 Mrd. kWh; 2009: 78 Mrd. kWh; 2010: 83 Mrd. kWh; CO2: Rückgang von 84,5 Mio. Tonnen 1990 auf 80,4 Mio. Tonnen 2008]<br />Der bayerische energiebedingte CO2-Ausstoß beträgt pro Kopf und Jahr rund sechs Tonnen. Damit liegen wir in Bayern ein Drittel unter dem Bundesdurchschnitt von rund neun Tonnen.<br />Auch hier haben wir Wachstum und Umweltbelastung erfolgreich entkoppelt.</li>
</ul>
<p>Um unseren Wohlstand zu erwirtschaften, brauchen wir heute in Bayern viel weniger Ressourcen als vor 20 Jahren.</p>
<p>Mehr Wirtschaftswachstum und weniger Ressourcenverbrauch gehen in Bayern in weiten Teilen Hand in Hand.</p>
<p>Das ist ein beispielhafter, ein großartiger Erfolg, auf den wir zu Recht stolz sein können!</p>
<p>Das ist meine Überzeugung: Den Einsatz für Natur und Umwelt kann man nicht verordnen. Unser Einsatz für Natur und Umwelt muss von Herzen kommen!</p>
<p>Wir in Bayern verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit Lebensqualität und Bewahrung der Schöpfung. Wir sind in Bamberg und in ganz Bayern Vorreiter in Sachen Umweltschutz, weil wir unsere Natur und weil wir unsere Heimat lieben. Der Niederbayer genauso wie der Oberbayer und der Unterfranke genauso wie der Oberfranke.</p>
<p>Dafür danke ich Ihnen, liebe Bamberger, hier und heute stellvertretend für alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Land!</p>
<p>Wir in Bayern setzen beim Umweltschutz auf Kooperation statt Konfrontation. Dafür steht der Umweltpakt Bayern. Seit 1995 ist der Umweltpakt Vorbild für die freiwillige Zusammenarbeit der Wirtschaft mit dem Staat zum Schutz der Umwelt. 34 Bamberger Unternehmen haben ihn unterzeichnet.</p>
<p>Anfang des Jahres haben die Stadtwerke Bamberg und die Joseph-Stiftung eine Allianz zugunsten der Umwelt geschlossen.</p>
<p>Ihr Engagement in Bamberg ist beispielhaft!</p>
<p>Wir pflegen unsere Umwelt, weil wir um ihren Wert für uns und für unsere Kinder und Enkelkinder wissen. Ohne Natur kein Leben. Wir wissen: Unsere Erde ist ein Geschenk.</p>
<p>Jede zukunftsfähige Gesellschaft braucht Werte, die über das Hier und Heute hinausweisen. Diese Werte werden von den Menschen in Bayern gelebt, aus christlicher Tradition, aus Liebe zur Familie und aus Liebe zum Land. Deshalb wollen die Menschen in Bayern auch eine Politik, die über den Tellerrand und den Egoismus der Gegenwart hinausweist.</p>
<p>Der Staat kann diese gelebten Werte nicht schaffen. Aber er muss sie fördern, pflegen und verteidigen. Und dafür stehen auch unsere Landesgartenschauen!</p>
<p>Unser Bayern ist Modell für die Symbiose von Ökologie und Ökonomie. Bayern steht für wirtschaftlichen Erfolg und für eine gesunde Umwelt. Wir setzen auf die Verbindung von Erfolg und Lebensqualität. Das zeichnet Bayern aus!</p>
<p>IV. BAYERN: VORZEIGELAND FÜR DIE ENERGIE DER ZUKUNFT</p>
<p>Diesen Weg gehen wir weiter: Wir machen Bayern zum Vorzeigeland für die Energieversorgung der Zukunft – sicher, sauber, wettbewerbsfähig und für jeden bezahlbar.</p>
<p>Wir werden in Bayern die Chancen des neuen Energiezeitalters offensiv und mit großem Einsatz nutzen.</p>
<p>Bayern ist schon heute das Land der dezentralen Energieversorgung und der Bürgerenergie. In zehn Jahren wollen wir 50 Prozent unseres Stroms aus erneuerbaren Energien gewinnen. Das ist sehr ehrgeizig, aber mit einer großen Gemeinschaftsleistung können wir das schaffen.</p>
<p>Wir wollen in den nächsten fünf Jahren 1 Milliarde Euro zusätzlich für das neue Energiezeitalter und den Klimaschutz investieren.</p>
<p>Bei der Umwelt- und Energietechnik hat Bayern beste Karten für Technologieführerschaft, Export von High-Tech und neue Arbeitsplätze. Das schafft wirtschaftliche Perspektiven gerade für den ländlichen Raum und für unsere Land- und Forstwirtschaft in Oberfranken und überall im Land.</p>
<p>Ich freue mich, dass Bamberg mit dem Fischpass auf seiner Landesgartenschau ein Zeichen für umweltverträgliche Energie aus Wasser setzt. Der Fischpass zeigt, Wasserkraft und die Anliegen von Naturschutz und Fischerei gehen zusammen.</p>
<p>[Der Fischpass überwindet einen Höhenunterschied von vier Metern auf nur 1,2 km Länge und ermöglicht es den Regnitz-Fischen wieder am Erba-Kraftwerk vorbei flussaufwärts zu ziehen; bislang war der Weg den Fischen versperrt.]</p>
<p>Erst vergangene Woche haben wir im Kabinett die Vorteile der Wasserkraft beraten. 60 Prozent unseres Stroms aus erneuerbarer Energie kommt aus der Wasserkraft. Wir werden die Wasserkraft in Bayern weiter ökologisch verträglich ausbauen, vor allem durch die Modernisierung bestehender Anlagen. Die Wasserkraft hat gegenüber der Sonne und dem Wind einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie ist jederzeit verfügbar und damit grundlastfähig.</p>
<p>Wir brauchen für die Energie der Zukunft in Bayern mehr grundlastfähige Wasserkraft, aber auch mehr Gaskraftwerke. Da hapert es noch gewaltig. Und wir brauchen mehr Stromtrassen von Nord- nach Süddeutschland und mehr Stromleitungen in unserem Land selbst. Da müssen wir in Bund und Land Fortschritte machen.</p>
<p>Wir wollen Bayern zum Vorzeigeland für die Energie der Zukunft machen!</p>
<p>Unsere europäischen Nachbarn, die weiter an der Kernkraft festhalten, beäugen unser Tun argwöhnisch, genauso die USA oder Japan. Sie haben Angst, dass wir ihnen davon laufen; zu Recht. Mit Wachstum und Kraft zu Neuem, mit Ideen und Innovationen schaffen wir den Fortschritt zum Schutz der Umwelt und der Ressourcen, aber auch zum dauerhaften Erhalt von Wohlstand und Arbeitsplätzen.</p>
<p>Mit einem Welthandelsanteil von 15,4 Prozent hat Deutschland schon jetzt einen Spitzenplatz beim Export von Umweltschutzgütern. Wir haben derzeit bundesweit knapp zwei Millionen Beschäftigte in der Umweltwirtschaft – ein neuer Höchststand; Tendenz steigend.</p>
<p>Für die erneuerbaren Energien wie Photovoltaik, Solarthermie, Biogasanlagen und Windenergie werden jährlich weltweite Wachstumsraten des Umsatzes von 15 bis über 30 Prozent erwartet – eine große Chance für unsere bayerischen Unternehmen. Wir sind ganz vorne mit dabei!</p>
<p>Wir haben in Deutschland und in Bayern ein neues Kapitel in der Energiegeschichte aufgeschlagen. Unser Ziel ist die nachhaltige Ökonomie des 21. Jahrhunderts. Wir bereiten den Weg, viele andere werden folgen.</p>
<p>Dafür steht Bayern:<br />Zukunft statt Blockade!<br />Anpacken statt Jammern!<br />Und dafür stehen auch die Bamberger!</p>
<p>V. „AUFBRUCH BAYERN“: MIT KRAFT IN DIE ZUKUNFT</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir in Bayern gehen mit Kraft in die Zukunft. Die Strategie der Bayerischen Staatsregierung heißt „Aufbruch Bayern“. Aufbrechen zu neuen Ufern mit neuen Ideen. Wir halten Bayern auf Kurs Zukunft!</p>
<p>„Aufbruch Bayern“, das heißt auch: Im Mittelpunkt steht der Mensch. Wir stärken Heimatliebe und Identität. Wir wollen, dass Bayern auch in Zukunft Geborgenheit und Halt bietet in einer globalen Welt. Wir arbeiten für ein menschliches und modernes Bayern. Das sind die Leitlinien unserer Strategie „Aufbruch Bayern“ und das ist auch ein Anliegen unserer Landesgartenschauen.</p>
<p>Mit dieser Politik der Verantwortung und vor allem mit seinen großartigen Menschen steht Bayern die Zukunft offen.</p>
<p>Auch in Zukunft wird gelten: Bayern ist nicht nur dynamischer Standort, sondern lebens- und liebenswerte Heimat. Das ist die Botschaft auch der Landesgartenschau in Bamberg.</p>
<p>Ich wünsche der bestens angelegten Landesgartenschau einen reibungslosen Verlauf, strahlende Sonne und viele viele Millionen Besucher!</p>
<p>Ich rufe allen Naturfreunden aus nah und fern zu: Kommt nach Bamberg, es lohnt sich!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10373039/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Eröffnung der Bayerisch-Oberösterreichischen Landesausstellung 2012 „Verbündet – Verfeindet – Verschwägert: Bayern und Österreich“ </title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>I. STARKE WURZELN – STARKE ZUKUNFT: BAYERN UND ÖSTERREICH</p>
<p>Der legendäre österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky hat einmal gesagt:</p>
<p><em>„Ich komme gern nach Bayern, denn da bin ich nicht mehr in Österreich und noch nicht in Deutschland“.</em></p>
<p>Mir geht es manchmal ähnlich: Wenn ich nach Österreich komme, habe ich oft das Gefühl, zwar nicht mehr in Deutschland, aber immer noch ein bissl in Bayern zu sein.</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren,</p>
<p>als Bayerischer Ministerpräsident heiße ich Sie alle herzlich willkommen zur Eröffnung der bayerisch-oberösterreichischen Landesausstellung!</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches bayerisch-österreichisches „Grüß Gott“!</p>
<p>II. LANDESAUSSTELLUNG: WECHSELHAFTE BEZIEHUNGEN IN DER GESCHICHTE</p>
<p>Unsere beiden Länder verbindet eine mehr als tausendjährige gemeinsame Geschichte.</p>
<p>Vieles daraus ist bis heute in unserem Bewusstsein lebendig. Ich nenne nur das berühmteste bayerisch-österreichische Traumpaar, Kaiser Franz Joseph II. und die bayerische Prinzessin Sissi.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Dr. Pühringer,</p>
<p>Bayern und Österreich sind einfach innig miteinander verwoben!</p>
<p>Unsere enge kulturelle Verwandtschaft hat in der Geschichte auch gehässige Neider auf den Plan gerufen.</p>
<p>Ein böses Wort, das von dem Preußen Otto von Bismarck stammen soll, beleidigt uns Bayern nur graduell weniger als die Österreicher:</p>
<p><em>„Der Bayer ist der Übergang vom Österreicher zum Menschen“.</em></p>
<p>Als Bayerischer Ministerpräsident kann ich nur sagen: Vieles, was aus Berlin kommt, muss man mit Humor nehmen. Darin haben Bayern wie Österreicher jahrhundertelange Erfahrung. Auch das verbindet uns miteinander!</p>
<p>Freilich war das Verhältnis zwischen Bayern und Österreich auch manchmal durchwachsen. Nicht umsonst hat die Landesausstellung den vielsagenden Titel: „Verbündet – Verfeindet - Verschwägert.“</p>
<p>Der Wahlspruch der Habsburger lautet zwar:</p>
<p><em>„Andere mögen Kriege führen, Du aber, glückliches Österreich, heirate!"</em></p>
<p>Aber so ganz hat das den historischen Tatsachen nicht entsprochen. Auch solche Tiefpunkte zeigt unsere gemeinsame Landesausstellung.</p>
<p>Gottlob haben wir in Europa Krieg und Gewalt überwunden. Heute stehen wir fest zusammen - als gute Nachbarn, als enge Partner und als Freunde. Bei allem Krisenmanagement sollten wir diese großartige Erfolgsgeschichte Europas niemals vergessen.</p>
<p>III. BAYERN UND ÖSTERREICH HEUTE: STARKE PARTNER IN EUROPA</p>
<p>Bayern und Österreich pflegen eine herzliche Freundschaft. Österreich ist Bayerns wichtigster Handelspartner. Die Menschen in der bayerisch-österreichischen Grenzregion sind eng miteinander verbunden.</p>
<p>Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen – bilateral und in internationalen Netzwerken. Bayern und Österreich sind starke Partner in Europa.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Dr. Pühringer,</p>
<p>gemeinsam sind wir eine starke Stimme in Europa! Vor kurzem haben wir beide unsere Länder bei der 6. Regierungschefkonferenz der Partnerregionen in São Paulo erfolgreich vertreten.</p>
<p>Wir sind von Natur aus Europäer – das gilt besonders für die Region um Inn und Salzach: Bayern und Oberösterreich liegen im Herzen Europas!</p>
<p>Einheit in Vielfalt – das ist das europäische Grundgesetz und Vorbild für andere Gemeinschaftsprojekte dieser Welt. Wir sind überzeugt: Die Zukunft Europas muss von unten nach oben wachsen. Dafür stehen selbstbewusste, identitätsstarke Regionen wie Bayern und Oberösterreich.</p>
<p>Der jüngste Beweis für unsere hervorragende Zusammenarbeit ist die Vorbereitung dieser Landesaustellung. Dafür danke ich Ihnen und dem Land Oberösterreich sehr herzlich!</p>
<p>IV. DANK AN AUSSTELLUNGSMACHER</p>
<p>Mein Dank gilt außerdem den drei Ausstellungsorten Braunau-Ranshofen, Mattighofen und Burghausen. Herzlichen Dank, Herr Bürgermeister Magister Waidbacher, Herr Bürgermeister Schwarzenhofer und Herr Bürgermeister Steindl.</p>
<p>Ich danke außerdem allen Sponsoren und Medienpartnern und nicht zuletzt dem Haus der Bayerischen Geschichte.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Loibl,</p>
<p>Ihnen und Ihrem Team danke ich sehr herzlich für Ihre großartige Arbeit an diesem Ausstellungsprojekt. Kompliment und Vergelt’s Gott für diese Sternstunde moderner Ausstellungsskunst, eine Freude für Kopf und Herz zugleich!</p>
<p>V. ZUKUNFT BRAUCHT HERKUNFT</p>
<p><em>„Ihr seid da, wo wir hin wollen“, </em>diesen Satz höre ich oft. Im Ausland werde ich häufig gefragt: <em>„Was ist Euer Erfolgsrezept?“</em></p>
<p>Ich antworte: Die Voraussetzung für unseren Erfolg ist unsere starke Identität! Bayern ist zukunftsstark, weil es traditionsstark ist!</p>
<p>Deshalb gehen die Menschen angstfrei und mit Neugier auf andere Kulturen zu, deshalb herrscht ein positives Klima für Neues und eine besondere Kraft zur Zukunft.</p>
<p>Zwei Entwicklungen prägen unser Leben in der Gegenwart: zum einen in räumlicher Hinsicht die Globalisierung, die wachsende Bedeutung der weltweiten Verflechtung. Und zum andern die rasante Veränderung in der zeitlichen Dimension, die globale Beschleunigung. Auf beide Entwicklungen ist die selbstbewusste, regional verwurzelte Identität die richtige Antwort. Heimat heißt Verortung und Kontinuität.</p>
<p>Die Menschen in Bayern und Österreich wissen: Die Weltgesellschaft des 21. Jahrhunderts wird keine Einheitsgesellschaft. Die eigene Identität und der Dialog mit anderen brauchen beides: das Wissen um den Unterschied und das Wissen um das Gemeinsame.</p>
<p>Vielfalt ist menschlich – Konformismus, Gleichmacherei und Nivellierung sind unmenschlich. Nur wer den Wert seiner eigenen Kultur kennt, ist zu Toleranz fähig und kann die Welt auch mit den Augen des Anderen sehen.</p>
<p>Eine starke Identität ist auch die beste Prävention gegen aggressive Abgrenzung und nationalistische Überhöhung.</p>
<p>Bayerische Geschichte hat Konjunktur gerade in Zeiten der Globalisierung! Die Menschen in Bayern wollen mehr über ihre Vergangenheit erfahren – das zeigen die Erfolge der bisherigen Landesausstellungen. Allein die letztjährige Ausstellung zu unserem „Kini“ Ludwig II. hat an die 600.000 Besucher angelockt!</p>
<p>Viele Bürgerinnen und Bürger in Bayern engagieren sich in lokalen Geschichtswerkstätten und Heimatvereinen. Sie machen sich stark für ihr Dorfmuseum, für Gedenkstätten und ihre eigene Erinnerungskultur.</p>
<p>Die Menschen in Bayern wollen wissen: Wie haben meine Vorfahren früher gelebt? Welche Schwierigkeiten haben die Generationen vor uns gemeistert, welche Hürden haben sie überwunden?</p>
<p>Die Menschen in Bayern spüren, was die Historiker wissen: Zukunft braucht Herkunft!</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat einmal gesagt:</p>
<p><em>„Geschichte kann Heimat sein.“</em></p>
<p>Das erkennen die Menschen in Bayern. Unsere Vergangenheit ist für uns ein sicherer Anker in der Gegenwart.</p>
<p>Die Rückbesinnung auf unsere kulturellen Wurzeln gibt uns Kraft und Selbstvertrauen. Gerade in Zeiten der Globalisierung gilt: Wer weiß, wo er herkommt, ist selbstbewusster, gelassener und kann kraftvoller in die Zukunft aufbrechen.</p>
<p>Das Wissen um das „Gestern“ verleiht uns Kreativität und Gestaltungskraft für das „Morgen“.</p>
<p>Wir in Bayern schöpfen aus der Geschichte unser Selbstverständnis, unseren Mut und unsere Inspiration.</p>
<p>Man mag sehr akademisch über Begriffe wie „Leitkultur“ streiten. Aber ich bin überzeugt: Unsere Kultur ist unser größtes Kapital. Aus der Quelle unseres kulturellen Reichtums gewinnen wir Zinsen – und gleichzeitig steigern wir seinen Wert für jeden Einzelnen!</p>
<p>Erst vor zwei Tagen haben wir den symbolischen Grundstein für ein neues Museum für Bayerische Geschichte in Regensburg gelegt. Dieses Museum ist einzigartig – es ist eine Liebeserklärung an unsere Heimat. Das Museum für Bayerische Geschichte ist offen für alle Menschen, die in Bayern leben, die Bayern lieben - und für alle, die Bayern kennenlernen wollen.</p>
<p>Das Museum für Bayerische Geschichte wird ein Leuchtturm – und wir werden insgesamt unsere Kultur- und Museumslandschaft stärken.</p>
<p>Das Museum ist Teil in einem umfassenden Kulturkonzept. Wir wollen allen unseren bayerischen Regionen helfen, ihre kulturellen Stärken noch besser zur Entfaltung zu bringen.</p>
<p>Wir sind stolz auf unsere regionale und kulturelle Vielfalt! Der Respekt vor anderen Kulturen beginnt beim Stolz auf die eigene Kultur.</p>
<p>Weltoffenheit und Heimatliebe, Toleranz und Verantwortung für die Gemeinschaft gehören bei uns zusammen. Wir haben unsere Heimat im Herzen und Europa im Blick!</p>
<p>VI. GEMEINSAME VERGANGENHEIT – GEMEINSAME ZUKUNFT</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Bayern und Österreicher haben eine große gemeinsame Vergangenheit. Und ich bin überzeugt: Wir schreiben auch in Zukunft an unserer Erfolgsgeschichte weiter.</p>
<p>Der Landesausstellung 2012 wünsche ich auf beiden Seiten von Inn und Salzach großen Erfolg und viele Besucher!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10372756/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10372756/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Errichtung des Museums der Bayerischen Geschichte</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. UNSERE ANTWORT AUF DIE FRAGE: „WAS HAT DER SÜDEN?“</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches „Grüß Gott“.</p>
<p>Der Journalist Wolfram Weimer hat einmal gefragt:</p>
<p><em>„Was hat der Süden?“</em></p>
<p>Seine Antwort:</p>
<p><em>„Das Erfolgsgeheimnis des Südens ist (…) kultureller Natur. (…) Sie“ – ich ergänze: die Menschen im Süden – „haben Identitäten und damit ein kollektives Kleid des Selbstbewusstseins. (…) Eine Gesellschaft, die (…) um ihren kulturellen Boden nicht weiß, kann nirgendwo zum Sprung ansetzen.“ </em>Zitat Ende. [Cicero, 11/2006]</p>
<p>Unsere Antwort ist das Museum der Bayerischen Geschichte. Wir in Bayern wissen: Ohne Geschichte keine Zukunft.</p>
<p>Unsere vielfältige und reichhaltige Kultur in Bayern ist kein Luxusgut, das wir ums Prestige willen pflegen. Kultur ist unser Lebenselixier! Unsere Identität ist die Voraussetzung für unseren Erfolg!</p>
<p>Deshalb habe ich in meiner Regierungserklärung vom 10.12.2008 das Museum angekündigt. 2008 angekündigt – 2012 eingelöst. Das ist Regieren auf bayerisch! Und als Ministerpräsident füge ich nicht ohne Stolz hinzu: Das gehört auch zum „Mythos Bayern“!</p>
<p>Wir wollen ein Museum für alle Menschen, die in Bayern leben, die Bayern lieben – und für die, die Bayern erst kennen lernen wollen.</p>
<p>Mit dem Museum für Bayerische Geschichte schaffen wir etwas ganz Neues und ganz Besonderes: Eine Liebeserklärung an unsere Heimat. Wir wollen ein „Mitmach-Museum“: Hier bauen alle Menschen aus Bayern ein Haus aus unseren Stärken. Ich nenne die regionale und kulturelle Vielfalt, die Dialekte, Glaube und Brauchtum, gemeinsame Traditionen und Geschichte, gemeinsame Zukunftsideen.</p>
<p>Gemeinsam zeigen wir: Bayern ist wirtschaftlich und wissenschaftlich weltweit erfolgreich, weil wir starke Wurzeln haben. Aus dem Wissen um das „Woher?“ schöpfen wir die Kraft für das „Wohin?“.</p>
<p>II. KULTURKONZEPT – IDENTITÄT UND GESCHICHTE ALS LEUCHTFEUER ÜBERALL IM LAND</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich war gerade in Brasilien und habe wieder viel Hochachtung und Respekt für unsere Heimat erfahren. <em>„Ihr seid da, wo wir hinwollen“</em> – diesen Satz höre ich oft. Eine schönere Bestätigung für unsere Politik kann ich mir nicht wünschen.</p>
<p>Neben der Internationalisierung ist die Pflege von Identität und Geschichte im eigenen Land das Leuchtfeuer für die Zukunft.</p>
<p>Für mich als Ministerpräsident ist es ein Herzensanliegen, das kulturelle Fundament Bayerns zu stärken und weiter auszubauen.</p>
<p>Wir werden ein umfassendes Kulturkonzept entwickeln. Wir wollen allen unseren bayerischen Regionen helfen, ihre kulturellen Stärken noch besser zur Entfaltung zu bringen – vom Sudetendeutschen Museum bis zur Kaiserburg in Nürnberg.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wer mich kennt, weiß: Ich stehe für Dialog, für demokratische Mitwirkung und Partizipation. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass unser neues Museum ein „Mitmach-Museum“ wird. Dafür eröffnen wir heute ein interaktives Dialogforum. Das ist Bürgerbeteiligung im besten Sinne! Das ist Partizipation auf bayerisch!</p>
<p>Zu diesem Museum kann jeder beitragen: Jung und Alt, Stadt und Land, Altbayer, Franke, Schwabe, alle Freunde Bayerns. Wir alle bauen an diesem Museum mit. Damit beweisen wir eindrucksvoll: Bayerns Stärke sind seine Menschen.</p>
<p>III. REGENSBURG UND SEINE BÜRGER – BEWEIS FÜR DIE KRAFT DES SÜDENS</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Hier bei Ihnen wird Geschichte auf Schritt und Tritt lebendig. Das durfte ich auf dem Rundgang eben wieder erleben. Regensburg ist ein Kristallisationspunkt der bayerischen Geschichte, und jedes Bauwerk, jeder Stein erzählen davon.</p>
<p>Der beste Beweis für die Kraft des Südens sind die Regensburger selber. Der Aufstieg Regensburgs imponiert mir sehr. Lange galt die Stadt als verschlafener Provinzort. Heute ist Regensburg Wirtschaftswunderstadt.</p>
<p>Beim Wirtschaftswachstum lässt Regensburg alle anderen deutschen Städte hinter sich [Bruttowertschöpfung Regensburg im Jahr 2011: +4,5%,Quelle: Städteranking „Capital“ 02/2012:]. Diese Erfolgsgeschichte ist der Erfolg aller ihrer Bürgerinnen und Bürger, das Ergebnis von Fleiß und Können, von Einsatzwillen und Leistungsbereitschaft. Der stärkste Trumpf der Regensburger ist ihre Liebe zur Domstadt, beim Spaziergang über die Steinerne Brücke, beim Bürgerfest und am Samstagnachmittag im Jahnstadion.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Bayern, das ist die moderne Symbiose von „lokal“ und „global“. Hier, im Historischen Reichssaal zu Regensburg, wird uns besonders bewusst: Bayerische Geschichte hatte immer schon eine europäische Dimension [In Regensburg wurde zu Zeiten des „Immerwährenden Reichstags“ Politik von europäischer Bedeutung gemacht].</p>
<p>Unser Museum wird auch diese Geschichte erzählen.</p>
<p>Wir in Bayern leben im Herzen Europas und arbeiten für den europäischen und weltweiten Austausch.</p>
<p>Die weltoffene Atmosphäre der Universitätsstadt Regensburg ist der beste Beweis. Hier fühlen sich Menschen aus aller Welt daheim. Die Regensburger leben täglich den Gedanken der Völkerverständigung – das ist großartig!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Regensburg ist das aufregendste Exponat unseres neuen Museums.</p>
<p>Stolze Geschichte – starke Zukunft!</p>
<p>Als Bayerischer Ministerpräsident sage ich allen, die sich für den Erfolg des Museums engagieren, ein herzliches „Vergelt’s Gott“.</p>
<p>Mein besonderer Dank gilt Ihnen,</p>
<p>sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schaidinger,</p>
<p>und den Vertretern der Stadt Regensburg für die ausgezeichnete Zusammenarbeit.</p>
<p>Ich danke auch Ihnen,</p>
<p>sehr geehrter Herr Direktor Dr. Loibl.</p>
<p>Ich bin mir sicher: Sie werden hier in Regensburg – gemeinsam mit dem Museumsbeirat – Maßstäbe setzen für eine moderne und innovative Museums- und Erinnerungskultur. Dazu wünsche ich Ihnen und Ihrem Team gutes Gelingen!</p>
<p>Ich wünsche dem Museum den besten Start und den größten Erfolg. Ich freue mich schon heute auf 2018. In diesem Jahr werden wir das neue Museum feierlich eröffnen – passend zum Jubiläum „100 Jahre Freistaat Bayern“. Nicht Asche bewahren, sondern Glut weitertragen – dafür steht das Museum, dafür lassen Sie uns arbeiten!</p>
<p>Sehr gerne schalte ich schon heute die Homepage des Museums frei und eröffne den interaktiven Dialog.</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10372506/index.htm</link>
<guid>/Reden-Staatskanzlei-.1362.10372506/index.htm</guid>
</item>
<item>
<title>Papstaudienz für die Bayerische Delegation</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Für uns alle ist heute ein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. Stellvertretend für die Menschen in Bayern dürfen wir dem berühmtesten Bayern, unserem bayerischen Papst, die besten Segenswünsche zum Geburtstag überbringen. Vergelt’s Gott, dass Sie uns als bayerische Gratulanten in so großer Schar empfangen!</p>
<p>Vor sechs Jahren haben Sie mit Ihrem Heimatbesuch Hunderttausenden von Gläubigen unvergessliche Erlebnisse geschenkt. Eine Woge der Begeisterung und Herzlichkeit hat Sie getragen – überall, wo Sie auf Ihrer Pastoralreise waren. Sie haben die Menschen in Bayern zutiefst berührt – mit Ihren Worten, mit Ihren Gesten, mit Ihrer Herzenswärme.</p>
<p><em>„Mein Herz schlägt bayrisch.“</em></p>
<p>Mit diesem liebevollen Bekenntnis zu Ihren bayerischen Wurzeln haben Sie den Menschen in unserem Land das allergrößte Geschenk gemacht.</p>
<p>Wenn wir Ihre Worte und Botschaften hören, wissen wir: Hier spricht nicht allein Papst Benedikt XVI., der Nachfolger im Petrusamt. Hier spricht auch der Mensch, der in unserer christlich geprägten Heimat Bayern fest verwurzelt ist.</p>
<p>Als Mensch, als Seelsorger, als renommierter Theologe und geistlicher Oberhirte haben Sie unsere christlichen Wurzeln noch stärker gemacht. Dafür sind wir Ihnen zutiefst dankbar.</p>
<p>Heiliger Vater!</p>
<p>In Ihrem apostolischen Schreiben zum <em>„Jahr des Glaubens“</em> ermutigen Sie die Menschen, <em>„die Freude am Glauben zu entdecken und die Begeisterung in der Weitergabe des Glaubens wiederzufinden.“</em> („Porta fidei“, Absatz 7)</p>
<p>Gerade in unserer säkularen Welt sehe ich mit Zuversicht, wie lebendig die Glaubensfreude bei uns in Bayern ist. Die Welt konnte das bei Ihrem Heimatbesuch im Jahr 2006 sehen. Wir spüren es überall in unseren Gemeinden an kirchlichen Hochfesten wie jetzt an Ostern. Und wir erleben überall in Bayern eindrucksvolle Zeichen für unsere christlichen Wurzeln: angefangen bei unserem lebendigen christlichen Brauchtum über die Kreuze in unseren Klassenzimmern bis hin zu den vielen Marterln am Wegesrand.</p>
<p>Zu Ihrem Geburtstag haben wir Ihnen, Heiliger Vater, aus Dankbarkeit ein solches Zeichen für die christlichen Wurzeln in unserem Land mitgebracht. Dieses Kruzifix von Ignaz Günther ist ein bayerisches Vergelt’s Gott:</p>
<p>Wir sagen damit Vergelt’s Gott für Ihren unermüdlichen Einsatz zur Stärkung der christlichen Wurzeln in unserer Heimat und auf der ganzen Welt.</p>
<p>Wir sagen aber auch Vergelt’s Gott, weil Sie in Ihrem höchsten Kirchenamt immer ein Bayer geblieben sind. Einer von uns!</p>
<p>Für uns Bayern sind das christliche Menschenbild und unsere christlichen Werte ein unverzichtbares Fundament für eine lebenswerte Zukunft. Der Glaube ist wichtig – für den Einzelnen und für das Zusammenleben der Menschen. Das fühlen und das leben wir in Bayern. Und wir geben diese tiefe Überzeugung an unsere Kinder weiter. Wir wissen: Unsere Kinder und Enkelkinder halten unsere christlichen Wurzeln und unsere bayerischen Traditionen lebendig. Tradition und Glaube müssen gelebt und weitergetragen werden. Darum hat die bayerische Delegation gleich noch eine besondere Geburtstagsüberraschung für Sie.</p>
<p>Heiliger Vater,</p>
<p>ganz Bayern wünscht Ihnen zu Ihrem 85. Geburtstag Gesundheit, viel Freude und Gottes Segen bei Ihrer Arbeit für die Kirche und für die Menschen in Bayern und der ganzen Welt!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10372179/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Bayerischer Abend in São Paulo</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ihnen allen ein herzliches bayerisches „Grüß Gott“ und willkommen hier im berühmten „Hípica“ [Spitzname für den Clube Hípico de Santo Amaro]!</p>
<p>Sehr geehrter Generalkonsul,<br />lieber Herr Müller,</p>
<p>vielen Dank für Ihre freundliche Begrüßung! Ich danke im Namen unserer gesamten Delegation: Wir alle fühlen uns bei Ihnen gut aufgehoben. Sie unterstützen uns großartig – auf unserer Reise, im Dschungel der Megacity und auch bei diesem Bayerischen Abend. Ihnen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Generalkonsulats herzlichen Dank!</p>
<p>Sehr verehrte Damen und Herren,</p>
<p><em>„Nur wer an die Zukunft glaubt, glaubt an die Gegenwart.“</em></p>
<p>Das sagt ein brasilianisches Sprichwort. Wir erleben hier Menschen mit Optimismus. Menschen, die anpacken, die mit Stolz und Ehrgeiz ihr Land voranbringen. Überall Aufbruchstimmung. Gerade hier in São Paulo. Überall Power und Dynamik. Und trotz mancher Probleme eine mitreißende Lebensfreude. Brasilien ist Zukunftsland. Das steckt an und davon nehmen wir eine große Portion Motivation für unsere eigene Arbeit mit nach Hause.</p>
<p>Brasilien und Bayern – uns verbindet eine Freundschaft mit Tradition: „So fern und doch so nah“.</p>
<p>Schon seit der frühen Neuzeit sind Pioniere aus Bayern in dieses Land der Sehnsucht aufgebrochen, Forscher, Missionare, Händler – und auch eine bayerische Prinzessin. Die einzige Tochter des Prinzregenten Luitpold: Therese von Bayern, erste Wissenschaftlerin auf brasilianischem Boden und Vorbild für das moderne bayerische Frauenbild. Und, liebe Katja Hessel, das zeigt: Wir haben in Sachen Emanzipation gewiss keinen Nachholbedarf.</p>
<p>Bayern und Brasilien - das ist eine Herzensverbindung seit gut fünf Jahrhunderten.</p>
<p>Zum Wohl unserer beider Länder wollen wir unsere enge Zusammenarbeit in Wirtschaft und Politik weiter ausbauen.</p>
<p>Brasilien ist Wachstumsland und Powerzentrum Südamerikas. Bayern ist High-Tech-Land mit Spitzen-Know-How. Bayerische und brasilianische Wissenschaftler arbeiten in 46 Projekten eng zusammen. São Paulo ist die pulsierende Herzkammer unserer Wirtschaftbeziehungen. Rund 1.200 deutsche Unternehmen sind hier zu Hause. Für diese enge und freundschaftliche Partnerschaft steht auch unsere Bayerische Repräsentanz.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Langewellpott,</p>
<p>als Botschafter des Freistaates Bayern leisten Sie eine Arbeit mit vielen segensreichen Früchten für unser Land. Ihnen und Ihrem Team ein herzliches Vergelt’s Gott!</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>In Lateinamerika spielt die Zukunft der Weltwirtschaft.<br />Nicht umsonst investieren Unternehmen aus aller Welt Milliarden gerade hier in Brasilien. Wer Zukunft sehen will und wer Zukunft gewinnen will, der muss nach Brasilien kommen.</p>
<p>Diesen sehr schnell wachsenden Erfolg im Wettlauf der Globalisierung haben nicht zuletzt die Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage 2010 in München gezeigt. Die Rekordbeteiligung von 750 Teilnehmern spricht Bände.</p>
<p>Lassen Sie uns an diesen guten und engen Beziehungen gemeinsam weiter arbeiten. Bayern und Brasilien, das steht für „BB“, für Schönheit und Erfolg wie Bardot und Becker, wie Breitner und Beckenbauer.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p><em>„Kennt ihr mein Heimatland, mein schönes Bayern? Das möcht’ […] ich heute feiern“.</em></p>
<p>Mit diesem Vers hat der Münchner Volkssänger Weiß Ferdl unserer bayerischen Lebensart ein Denkmal gesetzt [Weiß Ferdl: Unser Fähnelein weiß und blau].</p>
<p>Unser „schönes Bayern“ - das soll auch unser Motto für den heutigen Abend sein:</p>
<p>Bayern ist wie São Paulo globale Weltregion und geliebte Heimat. Die „Paulistanos“ [Spitzname für seine Bewohner] pflegen wie wir Bayern die Kunst des Lebens: hart arbeiten und das Leben genießen, gemeinsam anpacken und gemeinsam feiern - das gehört bei uns zusammen.</p>
<p>Vergessen wir niemals: Sich rechtzeitig den Genüssen für Leib und Seele zuzuwenden ist keine Gegensatz, sondern Voraussetzung für den Erfolg. Und genau das wollen wir jetzt tun!</p>
<p>Genießen Sie unsere „Hinterberger Musikanten“. Dank an die Musikanten! Vergelt’s Gott an den Wirt und an alle fleißigen Hände heute Abend!</p>
<p>Auf Bayern und Brasilien!<br />Auf unsere Freundschaft!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10371927/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Unterzeichnung der EADS-Absichtserklärung</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. BICAS: LEUCHTFEUER DES MODERNEN BAYERN</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir geben heute den Startschuss für ein Leuchtfeuer der Luft- und Raumfahrt, für einen Meilenstein des Hochtechnologie-Standorts Ottobrunn und des modernen Bayern. Seine Bedeutung wird weit über die bayerischen Grenzen hinaus strahlen!</p>
<p>Wir feiern einen großen Erfolg für die bayerische Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik. Der „Bavarian International Campus Aerospace and Security“, BICAS, ist ein Gemeinschaftswerk. Ich sage danke:</p>
<p>Ihnen Herr Dr. Enders und Herr Professor Schwarz für die Industrie, ich danke für Ihren großen Einsatz.</p>
<p>Ich danke aber auch allen Beteiligten auf der Wissenschaftsseite, der TU München, der Hochschule München, der Bundeswehruniversität, dem DLR und nicht zuletzt dem Bauhaus Luftfahrt als Koordinator für ihr großartiges Engagement!</p>
<p>BICAS, das ist Innovationskraft pur! Wir investieren in die Grundlagenforschung, in fünf neue Studiengänge, in ein Gründerzentrum. Der Campus kommt dem Luft- und Raumfahrtstandort Ottobrunn zugute und zugleich hunderten Unternehmen in allen Teilen Bayerns. Das ist Zukunft für Ottobrunn und ganz Bayern!</p>
<p>Bayerische Innovationen von heute sind bayerische Arbeitsplätze von morgen. Mit der Kraft zur Zukunft von Alfons Goppel über Franz Josef Strauß bis Edmund Stoiber haben wir unsere Spitzenstellung erobert. Diesen Erfolgskurs setzen wir konsequent fort.</p>
<p>Bayern hat früher als andere erkannt: Die Zukunft liegt in der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, der Vernetzung von Stadt und Land und in der intelligenten Nutzung unserer Ressourcen.</p>
<p>Wir sind mit unserer Clusterstrategie seit vielen Jahren erfolgreich. Allein drei der vom Bundesforschungsministerium deutschlandweit ausgezeichneten Spitzencluster kommen aus Bayern:</p>
<ul>
<li>Das „Exzellenzzentrum für Medizintechnik“ aus Nürnberg und das „m4“-Biotech-Cluster aus München haben 2010 gewonnen. Eine Unternehmensgründung von „m4“ ist vor kurzem [16. März] mit dem Deutschen Innovationspreis geehrt worden. [Die NanoTemper Technologies GmbH von Physiker Philipp Baaske und Biochemiker Stefan Duhraus.]</li>
<li>Dieses Jahr [Auswahl am 19. Januar] hat das Cluster M A I Carbon überzeugt [M A I für München, Augsburg, Ingolstadt]. Für Automobilbau und Luftfahrt wird Carbon der Renner der Zukunft sein. Ich freue mich, dass wir in Bayern vorne mit dabei sind, Carbon zum Werkstoff des 21. Jahrhunderts zu machen.</li>
</ul>
<p>[Insgesamt liefen drei Spitzenclusterwettbewerbe, 2008, 2010, 2012, mit je fünf Siegern. Sie erhalten jeweils bis zu 200 Mio. Euro Fördergelder.]</p>
<p>Ottobrunn wird mit BICAS in die Fußstapfen der Spitzencluster treten. Wir werden mit BICAS unseren weltweit ausgezeichneten Ruf als Luft- und Raumfahrtland noch verbessern!</p>
<p>II. BAYERN: MIT LUFT- UND RAUMFAHRT IN DIE ZUKUNFT</p>
<p>Wir bauen auf eine Tradition auf, die Franz Josef Strauß begründet hat. Er hat die Luft- und Raumfahrtindustrie nach Bayern geholt.</p>
<p>Ohne Franz Josef Strauß hätte es Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB) nicht gegeben und damit wohl auch nicht die DASA und EADS. Tornado, Eurofighter, Ariane und vor allem Galileo haben dank ihm in Ottobrunn ihren Ursprung.</p>
<p>Der „Flughafen München – Franz Josef Strauß“ trägt zu Recht den Namen des bayerischen Pioniers der Luft- und Raumfahrt.</p>
<p>In seiner letzten Ansprache vor seinem Tod hat Franz Josef Strauß betont [am 30. September 1988 in Augsburg zur Einweihung ein Fabrik für sog. Booster, Hilfsraketen]: <em>„Ganz besonders stolz bin ich darauf, dass gerade das einstmals wirtschaftlich-industriell rückständige Agrarland Bayern heute zum Zentrum der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie geworden ist... Ohne diese Industrie wären wir keine technische Spitzenmacht geworden.“ </em>Strauß hatte und hat Recht.</p>
<p>Heute arbeiten in Bayern mehr als 60.000 Menschen in der Luft- und Raumfahrt; Akademikeranteil 60 Prozent; F&amp;E-Anteil am Umsatz in den Unternehmen bis zu 19 Prozent. Die Zahlen sprechen für sich: Die bayerische Luft- und Raumfahrtindustrie ist Technologiemotor mit Strahlkraft weit über ihre Branchengrenzen hinaus.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Dr. Enders, Sie haben seit dem Jahr 2000 die Zahl der EADS-Mitarbeiter in Bayern um 1.500 auf rund 15.200 aufgestockt. Das ist ein Plus von knapp elf Prozent [genau + 10,9 %]. Wir freuen uns über dieses starke Bekenntnis zum Standort Ottobrunn und ganz Bayern.</p>
<p>Und wir danken auch Ihnen, Herr Professor Schwarz, Sie haben durch Ihr ganz persönliches Engagement den Grundstein dafür gelegt, dass die IABG ein wichtiger Player und Partner in Ottobrunn und Bayern ist und bleibt!</p>
<p>Das ist Ihr Beitrag zu einer Spitzenentwicklung in Bayern. Wir hatten 2011 den bundesweit höchsten Beschäftigtenzuwachs: ein Plus von zwei Prozent auf 6,8 Millionen Erwerbstätige. Das zeigt: Der Aufschwung kommt bei den Menschen an! [Quelle: bayerisches Landesamt für Statistik]</p>
<p>Bayern ist und bleibt High-Tech-Mekka für die Luft- und Raumfahrt. Wir sehen wie Franz Josef Strauß <em>„in der Luft die Zukunft“</em>! [Titel eines Spiegel-Artikels zum Wirken von F. J. Strauß am 13.07.1987]</p>
<p>III. ZUKUNFTSLAND BAYERN: INVESTIEREN FÜR MORGEN</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Franz Josef Strauß hat auch vorgegeben: <em>„Konservativ sein heißt, an der Spitze des Fortschritts zu marschieren.“</em> Aus Tradition heraus innovativ – das war sein Grundsatz und der aller meiner Vorgänger. Der Leitspruch gilt bis heute. Bayern, das ist: Zukunft statt Blockade!</p>
<p>Eine Anmerkung daher zur 3. Startbahn am Münchner Flughafen: Ich bin überzeugt, die Münchner wissen um ihre Verantwortung und sie werden sich im Bürgerentscheid am 17. Juni für das Wohl von ganz Bayern entscheiden.</p>
<p>Wir in Bayern gehen mit Kraft in die Zukunft!</p>
<p>Wir übernehmen Verantwortung nicht nur für heute, sondern auch für morgen.</p>
<p>Deshalb lautet das Ziel meiner Staatsregierung: ein schuldenfreies Bayern im Jahr 2030.</p>
<p>Ich sage mit Heinrich Heine [deutscher Dichter 1797 - 1856]: <em>„Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter.“</em></p>
<p>Alfons Goppel hat das Fundament für den Top-Wirtschaftstandort Bayern gelegt mit der Energieversorgung, mit Straße und Schiene, mit der Bildungsinfrastruktur.</p>
<p>Franz Josef Strauß steht für Luft- und Raumfahrt.</p>
<p>Edmund Stoiber steht für sieben neue FHs, Existenzgründerzentren und High-Tech im ganzen Land und für unseren ausgeglichenen Haushalt seit dem Jahr 2006.</p>
<p>Jede Generation hat ihre Aufgabe.</p>
<p>Unsere Aufgabe ist der Schuldenabbau. Einen anderen Schluss lässt die Schuldenkrise in Europa nicht zu.</p>
<p>Wir dürfen unserer Jugend nicht mit Schuldenbergen die Luft abschnüren. Die jungen Griechen, die jungen Spanier kommen zu uns, weil sie daheim keine Perspektive sehen. Sie wollen arbeiten! Unsere Jugend braucht Freiräume und Perspektiven; Perspektiven motivieren zu eigener Anstrengung. Leistung muss sich lohnen!</p>
<p>Wir in Bayern können Schulden tilgen, Rücklagen bilden und Jahr für Jahr mehr als fünf Milliarden Euro für Investitionen ausgeben.</p>
<p>Bayern beweist:<br />Tilgung und Wachstum gehören zusammen.<br />Stabilität und Dynamik gehören zusammen.</p>
<p>Das ist die Philosophie unserer Strategie „Aufbruch Bayern“.</p>
<p>Mit „Aufbruch Bayern“ investieren wir wie kein anderes Land in unsere Familien, in Bildung, Innovationen, in erneuerbaren Energien, in den Breitbandausbau für schnelles Internet im ganzen Land.</p>
<p>Mit einem Anteil der F&amp;E-Ausgaben am BIP von 3,1 Prozent [Stand 2009] nähern wir uns unserem Ziel stark an, bis Ende der Legislaturperiode 3,2 Prozent zu erreichen.</p>
<p>Bayern steht für eine Politik, die Menschen in Lohn und Brot bringt. Heute, morgen und übermorgen! Die beste soziale Sicherheit ist ein Arbeitsplatz. Davon bin ich überzeugt.</p>
<p>IV. BAYERN: ERFOLG MIT PIONIERGEIST</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Wir konkurrieren im weltweiten Austausch von Waren, Dienstleistungen und Know-how mit den jungen, hungrigen Gesellschaften aus Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Wir gewinnen den globalen Fortschrittswettlauf nicht mit Technikfeindlichkeit, sondern mit Innovationen, mit Mut zu Neuem und der Vernetzung unserer Stärken. Damit schaffen wir nachhaltiges Wachstum.</p>
<p>Am letzten Wochenende hat die SZ vier Familien porträtiert, jeweils eine in der Türkei, Indien, China und Brasilien [Artikelserie SZ-Wochenendausgabe 24./25. März]. Die Artikelserie hat mich beeindruckt. Die Mütter und Väter haben sich mit Fleiß hochgearbeitet, zum Chef einer Werbeagentur, zur IT-Spezialistin, zum Ingenieur, zur Technikerin. Sie stehen beispielhaft für abermillionen junger Familien auf der ganzen Welt: Sie haben eine gute Ausbildung, sie sind voller Ehrgeiz und sie nutzen die Chancen der Globalisierung. Sie arbeiten hart und sie arbeiten viel.</p>
<p>Wir brauchen in unserer alternden Gesellschaft nicht weniger, sondern mehr Dynamik und Innovation. Wir brauchen für die Energie der Zukunft und den Klimaschutz nicht weniger, sondern mehr Dynamik und Innovation. Nur mit mehr Dynamik schaffen wir sichere und zukunftsfähige Arbeitsplätze in unserem Land!</p>
<p>Meine Vision ist: Bayern, das Land der unbegrenzten Chancen.</p>
<p>Dafür steht BICAS – mit Kraft in die Zukunft.</p>
<p>Unser wichtigster Standortfaktor ist Ehrgeiz zum Fortschritt, Pioniergeist, Zukunft statt Blockade!</p>
<p>Dafür steht das Zukunftsprojekt „VoltAir“ von EADS, ein Passagierflugzeug mit null Lärm und null Emissionen dank Elektroantrieb. Ich würde mich freuen, lieber Herr Dr. Enders, Sie würden VoltAir vor 2030 zur Marktreife bringen. Ich wäre gerne dabei beim Jungfernflug.</p>
<p>Und dafür steht auch das neue Sicherheitszentrum von IABG. Das Projekt, Herr Professor Schwarz, passt genau in unsere Zeit.</p>
<p>BICAS, Ottobrunn und Bayern stehen für Fortschritt, für Nachhaltigkeit und für die Symbiose von Ökologie und Ökonomie durch technischen Fortschritt.</p>
<p>Ich höre als Bayerischer Ministerpräsident im Ausland immer wieder: „Wir haben ein Ziel. Wir wollen dahin, wo Bayern schon ist.“</p>
<p>Wer Zukunft sehen will, muss nach Bayern kommen, der muss nach Ottobrunn kommen.</p>
<p>Alles Gute, viele neuen Ideen und Patente, viel Erfolg für eine gute Zukunft Bayerns!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10371337/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Veranstaltung des Tennisclubs Augsburg e. V. zum Thema „Direkte Demokratie“</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>I. BEGRÜSSUNG</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ich bedanke mich ganz herzlich für die Einladung heute Abend – auch im Namen des Herrn Ministerpräsidenten, von dem ich Ihnen ganz herzliche Grüße ausrichten darf.</p>
<p>Sehr gerne bin ich heute zu Ihnen gekommen – in einen der größten und ältesten Tennisclubs in Schwaben. Und eines freut mich besonders: Sie sind nicht nur aktive Sportler, sondern auch aktive Bürger! Sie halten sich nicht nur körperlich fit, Sie diskutieren auch über Politik und gesellschaftliche Fragen.</p>
<p>„Sind die Bürger blöder als die Politiker?“ – so hat Ihr Vorstand das Thema des heutigen Abends zugespitzt formuliert. Die Antwort ist schnell gegeben: Nein, das sind sie selbstverständlich nicht!</p>
<p>Im Gegenteil: Bayern ist ein Mitmach-Land. Grundlage für die Erfolge Bayerns sind unsere Bürgerinnen und Bürger. Sie packen selber an, engagieren sich im Ehrenamt. Bürgerstolz, selbstbewusste, aktive Menschen statt Sozialuntertanen – das macht Bayern so stark.</p>
<p>Deshalb setzt die Bayerische Staatsregierung auf noch mehr direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung! Ich freue mich, dass wir heute über Chancen, aber auch über Grenzen der Partizipation diskutieren.</p>
<p>II. VON DER PROTEST-KULTUR ZUR MITMACH-DEMOKRATIE</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Als Mitglieder eines Sportvereins wissen Sie: Mitmachen zählt! Jeder Verein ist auch eine kleine Demokratie. Miteinander aktiv sein und mitreden – darauf kommt’s an, auch wenn man nicht immer einer Meinung ist. Kräfte messen und Wettbewerb sind genauso entscheidend wie Teamgeist, Toleranz und Fair Play. Das gilt für Sportvereine – und für unsere Demokratie.</p>
<p>1. Unsere Bürger wollen und können sich beteiligen</p>
<p>„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus“. So steht es in unserem Grundgesetz. Laut Umfragen glauben aber nur 15 % der Befragten, dass die Politik ihre Interessen vertritt. Jedoch ist das Interesse an der Politik weiterhin groß, auch bei unseren Jugendlichen. Und: Über drei Viertel der Bürger wollen sich mehr bei politischen Entscheidungen beteiligen!</p>
<p>Egal ob Bildung und Schulen oder große Bauprojekte – Veränderungen vor Ort bewegen die Menschen besonders. Die Menschen wollen mitreden und mitgestalten – und noch nie waren die Voraussetzungen hierfür so gut.</p>
<p>Unsere Bürgerinnen und Bürger sind aktiv. Sie sind so gut informiert und kompetent wie nie zuvor. Nie waren Informationsquellen und Bildungsangebote so vielfältig wie heute.</p>
<p>Unsere Bürgergesellschaft organisiert sich selbst. Internet und soziale Netzwerke eröffnen Möglichkeiten der Teilhabe und der Kommunikation, die es noch vor zehn Jahren gar nicht gab.</p>
<p>Auf diesem Fundament kann die Mitmach-Demokratie gedeihen.</p>
<p>2. Bürgerbeteiligung – Chance für die moderne Demokratie</p>
<p>Bürgerbeteiligung schafft eine höhere Stufe der Information. Wer sich an einer Abstimmung beteiligt, der setzt sich intensiver mit Fakten und Argumenten auseinander – ob in Garmisch [Mehrheit für die Bewerbung für die Olympischen Winterspiele], in München [Mehrheit nach Stichwahl für Tunnelbau], in Stuttgart [Mehrheit für „Stuttgart 21“] oder der Schweiz [Mehrheit gegen mehr gesetzlichen Urlaub]:</p>
<p>Partizipation stärkt das demokratische Bewusstsein. Die Menschen stimmen vielleicht nicht immer ab wie erwartet. Aber sie haben ein ganz gutes Gespür dafür, in welche Richtung politische Entscheidungen laufen sollten. In den allermeisten Fällen gehen sie besonnen und intelligent mit den Instrumenten der Bürgerbeteiligung um.</p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Entscheidungen „von oben herab“ können wir uns nicht mehr leisten. Der Verweis auf gesetzliche Verfahren reicht nicht mehr.</p>
<p>Wir brauchen nicht nur eine Legitimation durch Verfahren, sondern auch eine Legitimation durch Kommunikation. Bürgerbeteiligung bietet die Chance</p>
<ul>
<li>auf mehr Konsens in unser Gesellschaft,</li>
<li>auf mehr Akzeptanz staatlichen Handelns,</li>
<li>auf Befriedung von Streitfragen.</li>
</ul>
<p>So kommen wir von einer Protest-Kultur zu einer Mitmach-Demokratie. Nur so können wir die großen Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich meistern – vom Aufbruch in ein neues Energiezeitalter bis hin zu zentralen Zukunftsfragen Europas.</p>
<p>Oder wie unser Ministerpräsident sagt: „Wer sich mit dem Gedanken einer stärkeren Teilhabe der Bevölkerung an politischen Entscheidungen nicht anfreundet, dem wird die Zukunft nicht gehören.“</p>
<p>3. Grenzen und Rahmenbedingungen</p>
<p>Wir müssen aber auch über Grenzen der Partizipation reden. Regieren heißt Entscheiden – und Verantwortung tragen für diese Entscheidung. Verantwortung für alle Menschen im Land. Das ist Auftrag der gewählten Volksvertreter.</p>
<p>Aber: Bürgerbeteiligung ist dazu aber kein Gegensatz, sondern notwendige Ergänzung. Wir brauchen beides – repräsentative Demokratie und direkte Demokratie. Deshalb bin ich fest davon überzeugt: Aktive Bürgerbeteiligung ist nicht eine Frage des Ob. Es ist eine Frage des Wie.</p>
<p>„Demokratie darf nicht so weit gehen, dass in der Familie darüber abgestimmt wird, wer der Vater ist“, sagte Willy Brandt.</p>
<p>Natürlich müssen wir klären: Wer redet mit? Wer entscheidet? Wann? Worüber? Welche Fragen sind geeignet für eine direkte Abstimmung und welche nicht?</p>
<p>Wie hoch sollen Quoren bei Abstimmungen sein? Darf sich eine aktive Minderheit gegen eine passive Mehrheit durchsetzen?</p>
<p>Wird die Politik durch Bürgerbeteiligung blockiert? Werden wir zu einer „Dagegen-Republik“? [vgl. Titel Spiegel-Magazin 35/2010]</p>
<p>All diese Fragen sollten uns aber nicht davon abhalten, mehr direkte Demokratie zu wagen und die notwendigen Voraussetzungen hierfür zu schaffen.</p>
<p>Dazu gehören frühzeitige Beteiligung, transparente Information, faire Diskussion und demokratische Abstimmung. Dies schafft Akzeptanz, vielleicht nicht bei jedem, aber bei vielen.</p>
<p>III. BAYERN IST MITMACH-LAND</p>
<p>Bürgerbeteiligung hat Tradition in Bayern. Wir sind kein direktdemokratisches Entwicklungsland.</p>
<p>Seit 1995 [bis Ende August 2010] hatten wir an die 1.800 Bürgerbegehren und fast 1.000 Bürgerentscheide in Bayern. Das sind über 100 Bürgerbegehren und 65 Abstimmungen pro Jahr. Der Deutschlandvergleich zeigt: 40 % der direktdemokratischen Verfahren finden in Bayern statt. Und Schwaben und Augsburg sind hier ganz vorne mit dabei! [Daten aus Erhebung des Vereins Mehr Demokratie e. V.]</p>
<p>Die Menschen hier wirken engagiert bei Entscheidungen vor Ort mit. Die direkte Demokratie in Bayern ist ein Erfolgsmodell!</p>
<p>Zutrauen, statt Misstrauen! Aktivieren, statt Alimentieren! Das ist unser Motto in Bayern.</p>
<p>Wir vertrauen unseren Bürgern. Wir haben keine Angst vor dem Willen des Volkes. Wir haben Respekt vor der Vernunft und der Intelligenz unserer Bürger. Deshalb ist Bürgerbeteiligung auch eine zentrale Säule unserer Zukunftsstrategie „Aufbruch Bayern“.</p>
<p>Unser Ziel ist ein schuldenfreies Bayern im Jahr 2030. Gleichzeitig haben wir die Kraft für Investitionen in Milliardenhöhe. Wir schaffen Chancen – überall in Bayern, auch im ländlichen Raum.</p>
<p>Wir stärken die Familien – mit 2,4 Mrd. Euro allein in diesem Jahr [+50 % bzw. + 800 Millionen seit 2008]. Damit bauen wir z. B. die Kinderbetreuung weiter aus. Wir sorgen für beste Bildung. 15,8 Mrd. Euro nehmen wir dafür 2012 in die Hand [2,4 Milliarden zusätzlich; +18 % seit 2008]. Jeder dritte Euro geht in die Bildung – für mehr Lehrer, mehr Studienplätze, mehr Ganztagsschulen.</p>
<p>Wir setzen auf Innovation und den Aufbruch in einen neues Energiezeitalter – für die Arbeitsplätze von morgen.</p>
<p>Hier in Augsburg finden Sie ein herausragendes Beispiel dafür. Die Cluster-Initiative M•A•I Carbon hat eine Auszeichnung als eines der Spitzencluster in Deutschland bekommen. Zurecht! Die hochinnovative Carbon-Technologie ist auch ein Beitrag zur Symbiose von Ökologie und Ökonomie und damit ein Schritt Richtung Zukunft! Wer sehen will, wie Zukunft geht, der muss hierher kommen: Nicht umsonst ist laut dem aktuellen vbw Chancenindex Schwaben bei der Wirtschaftsdynamik top in Bayern – und der Landkreis Augsburg sogar top [2. Stelle] in Deutschland!</p>
<p>„Aufbruch Bayern“ heißt aber auch: Mitmachen und Mitreden. Wir setzen auf die Bürger und auf Bürgerbeteiligung. Wir wollen Vorreiter sein für den Dialog im Internet und für vernetzte Intelligenz.</p>
<p>Letztes Jahr konnten unsere Bürger auf einer Online-Beteiligungsplattform ihre Vorschläge für Familie, Bildung und Innovation einbringen und Fragen an die Politik stellen. Über 100.000 Bürger haben mitgemacht und sich mit ihren Ideen eingebracht. Vieles davon findet sich im „Aufbruch Bayern“ wieder.</p>
<p>Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich am 26. Februar 2011 erstmals im Internet den Fragen der Bürger gestellt. Live und grad heraus – wie es in Bayern üblich ist!</p>
<p>Wir haben unsere neue Nachhaltigkeitsstrategie auch in einem sehr erfolgreichen Online-Verfahren zur Diskussion gestellt.</p>
<p>Wichtig ist uns der Dialog mit den Jugendlichen. Auch von ihnen wollen wir lernen. Bei unseren Jugendempfängen kommen die jungen Menschen in Bayern zu Wort und können ihre Ideen präsentieren – und die Politik hört zu.</p>
<p>Natürlich setzen wir dabei auf die Neuen Medien. Auf unserem Youtube-Kanal mit über 1,4 Millionen Aufrufen und unserer Facebook-Seite mit 14.000 Fans diskutieren die Menschen mit uns und miteinander. Wir freuen uns, dass so viele bei diesem „Jetzt red i“ 2.0 mitmachen und unsere Arbeit direkt und frei von der Seele weg kommentieren.</p>
<p>In Bayern gibt es unzählige Menschen, die etwas zu sagen haben, die etwas bewegen und bewirken. Darauf sind wir stolz!</p>
<p>Aber dieser Stolz hält uns nicht vom Ehrgeiz ab, noch mehr erreichen zu wollen.</p>
<p>Denn wenn die Bürger nicht mehr zur Politik kommen, muss die Politik eben wieder näher zum Bürger kommen. Das gilt ganz besonders, wenn es um Europa geht.</p>
<p>IV. MEHR BÜRGERBETEILIGUNG IN EUROPA</p>
<p>Wir wollen, dass bei grundlegenden europapolitischen Entscheidungen die Menschen in Deutschland ein Mitspracherecht haben. Dazu gehören die Übertragung von Kompetenzen oder zusätzliche finanzielle Leistungen. Dieses Recht wollen wir auch im Grundgesetz verankern. Wir meinen’s wirklich ernst!</p>
<p>Gerade Europa muss wieder die Herzen der Menschen berühren. Und das geht nur, wenn die Bürger nicht dauernd das Gefühl haben: „Die da oben in Brüssel“ entscheiden und „wir da unten“ dürfen fleißig zahlen. Wir sagen ganz klar und ganz entschieden „Ja“ zu einem starken Europa. Wir sagen aber auch: Wichtige Dinge müssen zusammen mit den Bürgern entschieden werden.</p>
<p>Wir brauchen auf Bundesebene mehr Bürgerbeteiligung und mehr Transparenz in Sachen Europa, damit die europäische Idee die Menschen in Deutschland wieder begeistern kann. Ein Europa für die Menschen und nahe an den Bürgern – das ist unsere Vision!</p>
<p>V. SCHLUSS</p>
<p>Bayern ist Mitmach-Land. Aktive Bürger sind das Kraftzentrum Bayerns. Wir wissen, wir können uns auf unsere Bürger verlassen: 40 % der Bayern engagieren sich im Sportverein, bei der Feuerwehr, in der Kirche, in der Musikkapelle, für andere Menschen, für Kultur und Tradition.</p>
<p>Das sind Menschen wie Sie, die erst einmal darüber reden, was alles möglich ist, bevor andere schon wieder wissen, was alles nicht geht. Menschen wie Sie, die sich aktiv einbringen – für eine moderne und menschliche Zukunft in Bayern! Ich möchte Ihnen allen für dieses Engagement danken!</p>
<p>Wir wollen Vertrauen schaffen und die Menschen einbinden. Wir wollen zuhören, aufnehmen und im gemeinsamen Dialog Lösungen finden. Wir wollen alle Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot holen.</p>
<p>Jeder ist wertvoll mit seinem Beitrag. Jeder wird gebraucht. Wir machen Politik für die Menschen und mit den Menschen.</p>
<p>Ich bin mir sicher, ich werde aus dem Gespräch mit Ihnen heute viele Anregungen mit nach München nehmen können. In diesem Sinne freue ich mich jetzt auf eine offene und lebendige Diskussion!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10371241/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Weitergabe der Salvator-Traditionskette an Fürstin Gloria von Thurn und Taxis </title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Ein herzliches Grüß Gott hier im majestätisch schönen Regensburg! Regensburg ist wahrhaft eine Königin unter den Städten Bayerns:</p>
<ul>
<li>als Römerkastell und als Hauptsitz der Agilolfinger,</li>
<li>als altehrwürdige Bischofsstadt,</li>
<li>als Reichsstadt und Sitz des Immerwährenden Reichstags</li>
<li>und nicht zuletzt als Residenz der Fürsten von Thurn und Taxis.</li>
</ul>
<p>Von Regensburg aus zogen die Thurn und Taxis als Kuriere im Auftrag seiner Majestät des Kaisers durch die Lande.</p>
<p>Im allerhöchsten Auftrag habe auch ich heute einen Kurierdienst übernommen. Vor gut einem Jahr hat der Verein der Königstreuen in Regensburg dem Bayerischen Ministerpräsidenten die Salvator-Traditionskette verliehen.</p>
<p>Ich habe heute die Freude und Ehre, diese Kette im Namen des Ministerpräsidenten zurückzugeben und der künftigen Trägerin weiterzureichen.</p>
<p>Ich grüße alle Aktiven und Freunde der Königstreuen in Regensburg!</p>
<p>Ihnen verdanken wir die schöne Tradition der Kettenübergabe. Sie feiern heute nicht nur das Salvator-Traditionsketten-Fest, sondern auch das 25-jährige Bestehen Ihres Vereins. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem Jubiläum!</p>
<p>Diese Gratulation spreche ich auch als Demokrat ganz unbefangen aus. Die Bayerische Staatsregierung weiß aus Erfahrung: Eine Umsturzgefahr in Richtung Monarchie geht von den Königstreuen nicht aus!</p>
<p>Ihre Treue zum Wittelsbacher Herrscherhaus ist vor allem historisch begründet. Und dennoch gehen die Königstreuen mit der Zeit. Das sieht man an der Wahl der diesjährigen Salvatorketten-Trägerin.</p>
<p>Durchlaucht,<br />sehr verehrte Fürstin von Thurn und Taxis,</p>
<p>an Sie geht mein besonders herzlicher Gruß. Auch von Ministerpräsident Horst Seehofer darf ich Sie grüßen.</p>
<p>Mit Ihnen als erster Salvatorketten-Trägerin bekennen sich die Königstreuen zur weiblichen Erbfolge. Ich gratuliere Ihnen zu dieser Auszeichnung – ganz im Sinne von „Qualität statt Quote“!</p>
<p>Noch mehr können wir aber wohl den Königstreuen zu dieser hervorragenden Wahl gratulieren.</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>diese Wahl hat auch den Bayerischen Ministerpräsidenten überzeugt. Ich muss Ihnen nämlich gestehen: Der Erfolg meiner Mission war bis zum letzten Moment ungewiss.</p>
<p>Der Grund: Ministerpräsident Horst Seehofer wollte die Salvatorkette nicht mehr zurückgeben. Viel lieber hätte er dieses prächtige Kleinod für immer behalten.</p>
<p>Verständlich. Denn das Jahr, in dem Horst Seehofer die Traditionskette getragen hat, hat unserem Bayerischen Ministerpräsidenten und unserer Heimat Bayern Glück gebracht. Bayern steht heute hervorragend da:</p>
<ul>
<li>Unsere Wirtschaft brummt. Wir haben ausgezeichnete Exportzahlen und so niedrige Arbeitslosenzahlen wie lange nicht mehr.</li>
<li>Unsere Schülerinnen und Schüler sind Spitze! Schülerinnen und Schüler in Bayern lernen besser und mehr als anderswo. Die Bertelsmann-Stiftung hat Bayern zum Bildungsland Nummer Eins erklärt.</li>
<li>Und am schönsten ist: Die Menschen in Bayern leben gern hier. Bayern ist nach wie vor das beliebteste Land in Deutschland!</li>
</ul>
<p>Solche Erfolge machen einen Bayerischen Ministerpräsidenten glücklich und stolz.</p>
<p>Aber damit nicht genug: Im Glanz der Salvatorkette war unser Ministerpräsident nicht nur als „Salvator Bavariae“ unterwegs. Kurzfristig musste er in Berlin auch als „Salvator Germaniae“ einspringen und das ehrenvolle Amt des Bundespräsidenten übernehmen!</p>
<p>Von dieser Pflicht ist er seit letzter Woche befreit. Und schweren Herzens hat er sich nun auch von der Salvator-Kette getrennt. Aber so will es nun einmal der Brauch bei den Königstreuen: Die Kette muss weiterwandern. An diesem königlichen Reglement endet sogar die Richtlinienkompetenz eines Bayerischen Ministerpräsidenten.</p>
<p>Die Pflege und Bewahrung unserer bayerischen Kultur und Lebensart – das ist der Auftrag, den die Königstreuen den Salvatorketten-Trägern mit der Kette auf den Weg geben. Im Namen des Bayerischen Ministerpräsidenten und der gesamten Bayerischen Staatsregierung darf ich Ihnen versichern: Diesem Auftrag fühlen wir uns nach wie vor verpflichtet!</p>
<p>Wir fördern unsere bayerische Kunst und Kultur nach Kräften!</p>
<p>Wir pflegen unser Brauchtum und unsere Traditionen.</p>
<p>Wir wissen: Bayern ist zukunftsstark, weil es traditionsstark ist!</p>
<p>Unsere Geschichte und unsere Traditionen sind das kulturelle Fundament unserer Gesellschaft. Dieses Fundament wollen wir künftig noch stärker fördern. Wir sind stolz auf unser kulturelles Erbe. Deshalb bauen wir ein Museum der Bayerischen Geschichte – und zwar hier, in der geschichtsträchtigen Stadt Regensburg!</p>
<p>Genauso wollen wir alle bayerischen Regionen unterstützen, ihre kulturellen Stärken noch besser zu entfalten – vom Sudetendeutschen Museum bis zur Kaiserburg in Nürnberg.</p>
<p>Bayerische Kultur ist vielfältig. Bayerische Kultur ist heimatverbunden und weltoffen zugleich.</p>
<p>Bayern ist ein Kulturstaat. Das steht nicht nur in der Bayerischen Verfassung. Das erfüllen die Menschen in unserem Land mit Leidenschaft und Leben!</p>
<p>Geschichte, Musik, Kunst, Theater und Kultur sind bei uns lebendig. Das verdanken wir vor allem den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für ihre Heimat engagieren!</p>
<p>In Altbayern, in Franken und in meiner Heimat Schwaben – überall im Land sind die Menschen stolz auf ihre Traditionen und unsere gemeinsame Geschichte. Diese Heimatliebe und dieser Zusammenhalt machen Bayern so stark und zukunftsfähig. Kultur ist in Bayern nicht Luxus, sondern Lebenselixier.</p>
<p>Die Liebe zur Kultur kann man nicht von oben verordnen. Sie wird von den Bürgerinnen und Bürgern getragen und gelebt. Kultur ist eine große Gemeinschaftsleistung. Die Pflege von Geschichte, Kultur und Traditionen ist den Menschen in Bayern ein Herzensanliegen! Das ist bayerische Lebensart und bayerische Lebensqualität!</p>
<p>Dafür danke ich heute allen Beteiligten: den Kommunen, den Unternehmen, privaten Mäzenen und besonders den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich engagieren!</p>
<p>Sie alle machen das Leben in Bayern vielfältig, bunt und einzigartig!</p>
<p>Mein ganz besonderer Dank gilt heute den Regensburger Königstreuen!</p>
<p>Seit einem Vierteljahrhundert setzen Sie sich unermüdlich für das bayerische Kultur- und Geschichtsbewusstsein ein. Ihre Leidenschaft heißt Bayern.</p>
<p>Ihre Liebe zu unserer bayerischen Heimat und Ihr Engagement in der Brauchtumspflege sind großartig!</p>
<p>Lebendigkeit, Leidenschaft und sprühende Energie – das zeichnet auch die künftige Trägerin der Salvatorkette aus.</p>
<p>Durchlaucht, sehr verehrte gnädige Frau,</p>
<p>Sie sind Top-Unternehmerin, Finanzmanagerin, Mutter, Buchautorin, Schlossherrin, Festspielorganisatorin, engagierte Katholikin und noch vieles mehr. Die Fülle Ihres Engagements ist beeindruckend.</p>
<p>Nicht umsonst nennt die Presse Sie auch „Fürstin TNT“[Abwandlung von T&amp;T] – denn diese Power-Frau hat Zunder!</p>
<p>Besonders hervorheben möchte ich Ihren Einsatz für die Kultur.</p>
<p>Die kulturellen Schätze der Familie von Thurn und Taxis sind von vielen Generationen zusammengetragen worden. Aber Sie, sehr verehrte gnädige Frau, haben diese Schätze aus dem Dornröschenschlaf geweckt.</p>
<p>Nicht Asche bewahren, sondern neues Feuer entfachen – dafür sind Sie Vorbild.</p>
<p>Den Hofschatz Ihrer Familie haben Sie für die Menschen in Bayern sichtbar und erlebbar gemacht. Dafür gebührt Ihnen unser Dank und Respekt!</p>
<p>Sie haben die Pforten Ihres Familiensitzes St. Emmeram geöffnet und die Menschen eingeladen, Ihr Schloss zu besuchen.</p>
<p>Sie haben den Weg für eine Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums in Ihrem Schloss geebnet.</p>
<p>Als große Mäzenin setzen Sie die Tradition der Fürstenhäuser auf moderne Weise fort. Und Sie zeigen Verantwortung nicht nur für die kulturelle Weltspitze, sondern auch für die Volkskunst.</p>
<p>Im Winter zeigen Handwerksmeister aus der Region ihr Können auf dem Adventsmarkt im Schlosspark.</p>
<p>Und im Sommer treffen sich Musiker, Sänger und Theaterbegeisterte bei den Thurn- und Taxis-Festspielen.</p>
<p>Nicht genug, dass Sie diese Spiele ins Leben gerufen haben – Sie übernehmen auch gern selbst eine Rolle. Ihre Auftritte sind legendär – ob auf den Festspielen oder bei der Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst. Wer Sie einmal auf der Bühne gesehen hat, weiß:</p>
<p>Diese Frau liebt den Flirt mit dem Publikum! Aber sie liest unserer Konsumgesellschaft auch die Leviten! Diese Frau hat etwas zu sagen – und diese Frau lässt sich den Mund nicht verbieten!</p>
<p>Meinungsstärke, ein offenes Wort, gradraus sagen, was man denkt - dafür stehen Sie, sehr verehrte gnädige Frau, wie keine Zweite!</p>
<p>Zuletzt dürfen wir ein wichtiges Kulturgut in Bayern nicht vergessen: Die Bierbrauerei. Ob Weißbier, Helles oder Dunkles – das „Thurn und Taxis“ ist heute selbstverständlich in aller Munde! Und mit dem Fürstlichen Brauhaus gibt es auf dem Fürstenschloss wieder einen Tempel für Jünger des flüssigen Kunstgenusses!</p>
<p>Freilich gibt es den ein oder anderen dunklen Flecken in Ihrem Lebenslauf, liebe Fürstin. Ich nenne nur Ihre Herkunft.</p>
<p>Geburtsort: Stuttgart-Degerloch.</p>
<p>Schulort: Meckenheim.</p>
<p>Selbst bezeichnen Sie sich als „Rheinländerin im bayerischen Exil“ [2008, Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst].</p>
<p>Als Chef der Bayerischen Staatskanzlei muss ich sagen: Dieser Migrationshintergrund könnte problematisch sein.</p>
<p>Aber: Wir Bayern sind weltoffen. Und bei uns gelingt Integration sowieso besser als anderswo! Die Salvatorkette ist der letzte Beweis: Sie sind ein Markenzeichen Bayerns!</p>
<p>Außerdem wissen die Königstreuen: Auch die Königslinie der Wittelsbacher stammte ursprünglich aus der Rheinpfalz. Und da gibt es noch mehr, was Sie, liebe Fürstin, mit unseren bayerischen Königen verbindet.</p>
<p>Denken wir an den volksnahen und lebensfrohen König Max I. Für die Menschen in Bayern hat er das Oktoberfest geschaffen, ursprünglich als Hochzeitsfest für Kronprinz Ludwig.</p>
<p>Dieser Ludwig galt in jungen Jahren übrigens als verstörend ungestüm und <em>„turbulent liberal“</em> [Zitat Metternich]. Neudeutsch hätte man gesagt: ein Kronprinz als Punk.</p>
<p>In späteren Jahren hat sich Ludwig I. übrigens sehr für die katholische Kirche eingesetzt und nicht zuletzt dafür gesorgt, dass der Regensburger Dom vollendet wurde.</p>
<p>Liebe, verehrte Fürstin,</p>
<p>ich darf Sie bitten: Stellen Sie sich auch weiterhin in diese majestätische Tradition! Setzen Sie sich weiterhin so kraftvoll, schwungvoll und leidenschaftlich für unsere Kultur ein – zum Wohle Regensburgs und Bayerns!</p>
<p>Lauwarme, Glattgeschliffene, Konturlose gibt es genug – wir brauchen Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten wie Sie!</p>
<p>Ich wünsche Ihnen von Herzen: Genießen Sie das Jahr als Trägerin der Salvatorkette! Schon die alten Römer wussten: Jeder genießt seinen Ruhm. Auf Latein heißt das übrigens:</p>
<p><em>„Gloria cuique sua est“</em>. [Tibull, Elegien]</p>
<p>Wir in Bayern - und die Regensburger sowieso - hoffen weiterhin auf die Energie und die Tatkraft der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis!</p>
<p>Liebe Königstreue,</p>
<p>Gratulation zu dieser Wahl! Ab heute wird Ihr Vereinsmotto geändert. Ab heute heißt es nicht mehr:</p>
<p>„Wir brauchen keinen König, aber schöner wär‘s schon“.</p>
<p>Ab heute heißt es: „Wir brauchen keinen König, wir haben ja eine Fürstin!“</p>
<p>Ein Hoch auf die neue Trägerin der Salvatorkette, die großartige Fürstin Gloria von Thurn und Taxis!</p>
<p>Und ein Hoch auf unsere herrliche Heimat Bayern!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10370519/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Vereidigung des Bundespräsidenten Joachim Gauck</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>In dieser gemeinsamen Sitzung zur Vereidigung des neuen Bundespräsidenten möchte ich zunächst Ihnen, sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck, im Namen des Bundesrates und persönlich nochmals zur Wahl durch die Bundesversammlung gratulieren und Ihnen alles Gute wünschen.</p>
<p>Ich möchte zugleich Ihrem Vorgänger im Amt, Herrn Bundespräsidenten Christian Wulff, und seiner Frau Bettina Wulff danken.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident Wulff,</p>
<p>Sie haben in Ihrer Amtszeit wichtige Zeichen für Zusammenhalt und Integration gesetzt, die bleiben werden. Alle sollen sich zugehörig fühlen.</p>
<p>Sie haben immer wieder für den Dialog der Kulturen geworben – für einen Dialog ohne Verdrängung der Unterschiede, denn Identität braucht den Unterschied. Der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft war Ihnen ein persönliches Anliegen – zwischen Arm und Reich, Alt und Jung, Behinderten und Nichtbehinderten, Einheimischen und Zugewanderten.</p>
<p>In Erinnerung bleibt Ihr mutiges Eintreten für die Grundwerte einer offenen Gesellschaft, für Toleranz, für Religionsfreiheit, für die Menschenrechte im In- und Ausland.</p>
<p>Hervorheben möchte ich auch Ihren Einsatz für die junge Generation, die Ihnen besonders am Herzen liegt. Investitionen in die Jugend sind Zukunftsinvestitionen, Generationengerechtigkeit ist die große Aufgabe unserer Zeit – das haben Sie immer wieder deutlich gemacht.</p>
<p>Das Bewusstsein für unsere Geschichte in der jungen Generation wachzuhalten und die Lehren aus ihr weiterzugeben, war Ihnen sehr wichtig. Hier haben Sie Zeichen gesetzt, ich denke an Ihre viel beachteten Besuche in Israel und in Auschwitz.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident Wulff,</p>
<p>ich danke Ihnen für das, was Sie für Deutschland geleistet haben – in unserem Land und in der ganzen Welt.</p>
<p>Verehrte Frau Wulff,</p>
<p>mit Souveränität und Herzlichkeit haben Sie die Sympathie der Menschen in unserem Lande gewonnen. Sie haben dem modernen Deutschland ein Gesicht gegeben. Ihr soziales Engagement gehört zu den besonderen Verdiensten, die ich hervorheben möchte. Ich nenne nur Ihren Einsatz für Kinder in schwierigen sozialen Lagen, Ihr Wirken für UNICEF Deutschland und in vielen weiteren Stiftungen. Sie haben Ihre Aufgabe an der Seite des Bundespräsidenten mit viel Herzblut und Überzeugungskraft zum Wohl der Menschen in unserem Land erfüllt. Auch Ihnen danke ich ganz herzlich.</p>
<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren,</p>
<p>in den vergangenen Wochen habe ich als Präsident des Bundesrates nach Artikel 57 des Grundgesetzes die Befugnisse des Staatsoberhauptes wahrgenommen. Die Mütter und Väter unseres Grundgesetzes haben vor mehr als 60 Jahren das Bundesstaatsprinzip unterstrichen. Die föderale Ausrichtung des Präsidentenamtes, die Zusammensetzung der Bundesversammlung und die Bestimmungen zur Vereidigung des Staatsoberhauptes sind bis heute ein klares Bekenntnis zur föderalen Vielfalt: Der Bundespräsident wird von den Menschen in allen Ländern getragen.</p>
<p>Deutschlands Stärke liegt in seiner regionalen Vielfalt und in der Eigenständigkeit seiner Länder. Alle Länder stehen zu dieser Einheit in Vielfalt. Im Wettbewerb untereinander suchen wir nach den innovativsten Ideen und besten Lösungen und bringen so Deutschland als Ganzes voran. Wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe und stützen den Bund. Die Länder leisten sich den Bund und nicht umgekehrt. Gleichzeitig verwirklichen wir das Subsidiaritätsprinzip. Wir setzen auf die kleinen Einheiten und auf die Eigenverantwortung. Wir vertrauen auf die Kraft der Menschen vor Ort. Zutrauen statt Misstrauen. Damit ist das föderale Prinzip eine wichtige Stütze unserer Demokratie und ein Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger in unserem Land, sich zu beteiligen.</p>
<p>Wenn Bundestag und Bundesrat nun den neugewählten Bundespräsidenten vereidigen, so ist dies ein feierlicher Moment. Das Versprechen gilt einem Amt, das nach allgemeinem Verständnis nicht nur die Einheit und Legitimität des Staates repräsentieren soll, sondern auch darauf gerichtet ist, Identität, Ausgleich und Orientierung zu stiften.</p>
<p>Dies setzt eine gewisse Distanz zu den Regierungsgeschäften und zur Parteipolitik voraus, dennoch muss der Bundespräsident auch pointiert Position beziehen.</p>
<p>Die Worte von Theodor Heuss gelten bis heute: <em>„Zu ermutigen und zu warnen, das ist die entscheidende Aufgabe des Bundespräsidenten.“</em></p>
<p>Wir alle leben in einer modernen Informationsgesellschaft, die sich frühere Generationen nicht im Entferntesten vorstellen konnten. Die vernetzte Welt bietet unendlich viele Chancen für unsere Demokratie, für Transparenz, für Bürgerbeteiligung, für den Dialog – mit einem Wort für eine moderne Mitmach-Demokratie. Aber wir müssen darauf achten, dass Politik auch im Zeitalter medialer Dauerpräsenz gestaltungsfähig bleibt. In dieser Verantwortung für unsere Demokratie stehen wir alle.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,</p>
<p>mit dem heutigen Tag legen die Mitglieder des Bundesrates und des Bundestages im Auftrag aller Menschen in Deutschland das höchste Amt, das dieser Staat zu vergeben hat, in Ihre Hände. Das ist ein großer Vertrauensbeweis.</p>
<p>Im 23. Jahr nach dem Fall der Mauer ist Ihre Wahl ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte unseres Landes. Sie haben zu unserem Vaterland eine ganz besondere, aus Ihrer Lebensgeschichte gewachsene, tiefe Beziehung. Sie stehen heute wie kein Zweiter für den Satz der friedlichen Revolution 1989: <em>„Wir sind ein Volk!“</em>.</p>
<p>Sie sind für viele Identifikationsfigur und Vorbild.</p>
<p>Sie werben für Freiheit und Verantwortung, wo immer Sie können. Eine Freiheit, die sich an das Gemeinwohl bindet, eine Freiheit zur Verantwortung, ohne die eine menschliche Gesellschaft nicht vorstellbar ist, eine Freiheit, die mit Freude und Tatkraft erfüllt wird. Es ist unser aller Auftrag, die Fackel der Freiheit an kommende Generationen weiterzugeben.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck,</p>
<ul>
<li>Sie stehen für Mut und Zukunftsoptimismus.</li>
<li>Sie glauben an die Kraft des Einzelnen und die Stärke der Menschen.</li>
<li>Sie stehen für Zutrauen statt Misstrauen.</li>
<li>Sie stehen für Respekt und den würdevollen Umgang miteinander.</li>
</ul>
<p>Deshalb sind Sie mit überwältigender Mehrheit zum Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden. Unsere Hoffnungen begleiten Sie zum Amtsantritt als Staatsoberhaupt des ganzen, des vereinten Vaterlandes.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen im Namen des Bundesrates aus tiefem Herzen Glück, Erfolg und Gottes Segen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10370515/index.htm</link>
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</item>
<item>
<title>Empfang Lernort Staatsregierung</title>
<description><![CDATA[<p><em>Manuskriptfassung: Es gilt das gesprochene Wort.</em></p>
<p>- Anrede -</p>
<p>Herzlich willkommen im historischen Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei! Auch im Namen unseres Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und meiner Kabinettskolleginnen und -kollegen Euch und Ihnen ein herzliches „Grüß Gott“!</p>
<p>Ich spreche sicher auch für die anwesenden Kabinettsmitglieder, wenn ich sage: Dieser Empfang ist für uns eine schöne Abwechslung im politischen Alltagsgeschäft.</p>
<ul>
<li>Um 10 Uhr hat heute die wöchentliche Kabinettsitzung begonnen - ein Pflichttermin für uns alle. Unser Chef, der Ministerpräsident, duldet weder Zuspätkommen noch Fehlen. Es herrscht strikte Anwesenheitspflicht. Ganz wie in der Schule. Acht Tagesordnungspunkte waren es heute. Rund 100 Seiten Lesestoff zur Vorbereitung. Ein straffes Programm.</li>
<li>Dann um 13 Uhr die Pressekonferenz zur Kabinettsitzung. Viele kritische Fragen der Journalisten inklusive!</li>
<li>Und nach der Pflicht jetzt endlich die Kür: das Gespräch mit Euch! Rund 300 politikinteressierte junge Menschen aus allen bayerischen Regierungsbezirken! Für Euch arbeiten wir - hier in der Staatskanzlei und in den anderen Ministerien. Wir machen Politik für Bayern, für unsere Zukunft. Ihr seid diese Zukunft!</li>
</ul>
<p>Als Bürgerinnen und Bürger könnt Ihr selbst Eure Zukunft mitgestalten. Aber wer mitgestalten will, muss informiert sein, muss wissen, wie man aktiv mitmachen und sich einbringen kann. Darum gibt es den Lernort Staatsregierung. Jedes Jahr besuchen rund 200 Klassen und Kurse aus allen Schularten eines der Bayerischen Staatsministerien, die Bayerische Staatskanzlei in München oder die Bayerischen Vertretungen in Berlin und Brüssel. Dabei werden demokratische Prozesse und politische Arbeitsweise lebendig. Das ist Politik live!</p>
<p>Vergelt’s Gott allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit. Sie zeigen hautnah, wie demokratische Entscheidungsprozesse ablaufen.</p>
<p>Danke auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ministerien und der Staatskanzlei. Sie machen Politik greifbar. Sie zeigen gewissermaßen Politik zum Anfassen. So ein Blick „hinter die Kulissen“ ist unverzichtbar in der politischen Bildung. Politik lebt vom Mitmachen! Daher ist der „Lernort Staatsregierung“ ein echtes Erfolgsmodell.</p>
<p>Der größte Dank geht an Euch, liebe Schülerinnen und Schüler. Danke für Eure Neugier, für Eure Fragen – gerade auch für die kritischen – und danke für Euer Interesse an der politischen Arbeit.</p>
<p>Die Zukunft wird von Menschen gemacht: von engagierten, einsatzbereiten, veränderungsfreudigen jungen Menschen. Euch gehört die Zukunft! Darum bitte ich Euch: Gestaltet sie mit!</p>
<p>Bayern ist ein Mitmach-Land! Da zählt jeder Einzelne! Wir wollen wissen, was Euch bewegt, was Ihr anders machen würdet, was Euch wichtig ist.</p>
<p>Letztes Jahr haben beim Jugendempfang in Naila die Jugendlichen selbst Themenschwerpunkte für die Politik erarbeitet. Im Jugendportal der Staatsregierung (Jupo), das heute auch einen Info-Stand hat, könnt Ihr Euch ansehen, wie das abgelaufen ist. Bildung war ganz klar der Schwerpunkt bei allen Fragen. Darum ist Bildung auch ein Schwerpunkt unserer Zukunftsstrategie „Aufbruch Bayern“. Wir haben seit 2008 6.900 zusätzliche Lehrerstellen geschaffen. Bayerische Schülerinnen und Schüler sind Spitze in Deutschland. Keiner ist besser als Ihr! Dafür danke ich Euch und Euren Lehrkräften!</p>
<p>2012 wollen wir die Möglichkeiten zur Jugendbeteiligung noch ausbauen. Über Facebook könnt Ihr das ganze Jahr lang die Politik der Staatsregierung kommentieren und uns Anregungen geben. Außerdem könnt Ihr den nächsten Jugendempfang in München Anfang 2013 online mit vorbereiten und mitgestalten.</p>
<p>Doch jetzt von der virtuellen zur realen Beteiligung! Meine Kabinettskollegen und ich freuen uns auf Eure Fragen!</p>]]></description>
<link>http://www.bayern.de/Reden-Staatskanzlei-.1362.10370313/index.htm</link>
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