Umwelt und Natur

Verantwortung für Umwelt und Natur

Mädchen mit Pusteblume, © istock.com/Eva Serrabassa
© istock.com/Eva Serrabassa

Umweltschutz wird in Bayern groß geschrieben. Seit vielen Jahrzehnten betreibt Bayern eine konsequente Naturschutzpolitik. Die bayerische Naturschutzpolitik hat ein umfangreiches Instrumentarium aus Vertragsnaturschutz-, Landschaftspflege- und Artenhilfsprogrammen, naturverträglicher Landnutzung sowie BayernNetzNatur-Initiativen entwickelt. Allein von 2000 bis 2006 wurden dafür über 1,5 Milliarden Euro investiert. Im daran anschließenden Förderzeitraum 2007-2013 wird Bayern die Mittel noch weiter erhöhen.

Auch Klimaschutz ist ein wichtiges Anliegen der Bayerischen Staatsregierung. Bayern allein kann natürlich nicht das Weltklima stabilisieren. Aber wir wollen unseren Beitrag leisten. Klimaschutz beginnt in der Region! Dafür steht das Klimaprogramm der Bayerischen Staatsregierung. Im bayerischen Klimaprogramm spielt die CO2-Vermeidung eine zentrale Rolle. Schon heute ist der jährliche Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in Bayern um ein Drittel niedriger als im Bundesdurchschnitt. Bis 2010 sollen die bayerischen CO2-Emissionen auf insgesamt 80 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt werden. Das sind 12 Tonnen weniger als noch vor zehn Jahren. Um dieses Ziel zu erreichen, wendet die Bayerische Staatsregierung mit dem Klimaprogramm Bayern 2020 ergänzend zu den laufenden Haushaltsmitteln zusätzlich 350 Millionen Euro auf. 

Landzunge Waging
Landzunge zwischen Waginger
und Tachinger See
Bild: Tourist Information Waging

Bayern ist mit herrlichen Landschaften und unberührter Natur reich gesegnet. Die bayerischen Wälder, Berge, Flüsse und Seen beherbergen eine eindrucksvolle Vielfalt von Tieren und Pflanzen, von denen es viele Arten nur noch in Bayern gibt. Eine intakte Natur und eine geschützte Umwelt bedeuten auch für die Menschen gesunde Lebensbedingungen und Erholung in natürlicher Umgebung. Und sie bedeuten Verantwortung.

Damit Umwelt und Natur auch für zukünftige Generationen gesichert werden können, steht der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen in Bayern ganz im Vordergrund. Bayern hat beim Umweltschutz frühzeitig Maßstäbe gesetzt. Als erstes Land in Deutschland hat Bayern dem Umweltschutz Verfassungsrang gegeben und ein eigenes Naturschutzgesetz erlassen. Das erste Umweltministerium in Europa wurde im Freistaat eingerichtet. Und der Nationalpark Bayerischer Wald war der erste Nationalpark in Deutschland.

Bayern besitzt zwei Nationalparks, den Nationalpark Bayerischer Wald und den Alpennationalpark Berchtesgaden. Sie haben zusammen eine Fläche von 45.000 Hektar und sind ebenso wie die Rhön von der UNESCO als Biosphärenreservate anerkannt. Dazu kommen rund 600 Naturschutzgebiete mit insgesamt 157.000 Hektar und 16 Naturparks mit zwei Millionen Hektar. Alles in allem sind über 30 Prozent der Landesfläche in Bayern als Schutzgebiet ausgewiesen.

Bayern hat mit 2,5 Millionen Hektar die größte Waldfläche im Bundesgebiet. Rund ein Drittel des Freistaats ist mit Wald bedeckt. Wald gehört zu einer gesunden Natur und Umwelt. Er schützt vor Überschwemmungen und Lawinen, er reinigt Luft und Wasser, er bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen und er sorgt für ein ausgeglichenes Klima.


Umweltpakt Bayern
 

Bayern geht beim Umweltschutz neue Wege. Die Idee: Freistaat und Wirtschaft verabreden konkrete Umweltschutzprojekte. Das Ziel: gemeinsam mehr für die Umwelt erreichen. Mit dem Umweltpakt hat Bayern 1995 als erstes Land in Europa ein wegweisendes Konzept für kooperativen Umweltschutz realisiert.

Der Erfolg der bayerischen Umweltpolitik beruht darauf, dass Umweltschutz nicht nur mit Verordnungen und Gesetzen gemacht wird, sondern auch durch freiwillige Selbstverpflichtungen von Wirtschaft und Industrie in Bayern. Das ist unbürokratisch und wachstumsfreundlich. Über 5.400 Betriebe in Bayern nehmen derzeit am Umweltpakt teil und praktizieren Umweltschutz aus Überzeugung. Zum Beispiel durch verstärkten Einsatz von Recyclingprodukten oder durch die Nutzung alternativer Energiequellen oder durch Maßnahmen zur Verringerung der Kohlendioxid-Belastung. Inzwischen ist der Umweltpakt ein Exportschlager geworden, der viele Nachahmer innerhalb und außerhalb Deutschlands gefunden hat. Der momentan gültige Pakt "Umweltverträgliches Wirtschaftswachstum" endet im Oktober 2010. Derzeit wird intensiv an einer Fortführung des Umweltpaktes gearbeitet.   

 

''BayernTour Natur''

Die "BayernTour Natur" ist eine bayernweite Gemeinschaftsaktion von Staat und Gesellschaft und Deutschlands größte Umweltbildungsinitiative: Naturexperten laden Naturinteressierte aller Altersgruppen dazu ein, bei fachkundig vorbereiteten und sachkompetent begleiteten Touren die Faszination Natur hautnah vor Ort zu erleben.

Die besondere Art der "Annäherung" an Fauna und Flora als geführte Naturbegegnung soll den Teilnehmern Zusammenhänge verdeutlichen, ihr Wissen erweitern und vertiefen, ihr Verständnis für die Belange der Natur wecken und ihre Achtung gegenüber der Schöpfung stärken. Die Tour beginnt jeweils mit einem Auftaktwochenende im Mai oder Juni; Touren werden bis in den Herbst angeboten.

 

 

Umweltbericht Bayern 2007

Bayerns Umweltbericht 2007 bewertet die Umweltsituation in Bayern grundsätzlich positiv, zeigt aber auch auf, wo Handlungsbedarf besteht.

Umweltpakt

Mit dem Umweltpakt hat Bayern 1995 als erstes Land in Europa ein wegweisendes Konzept für kooperativen Umweltschutz realisiert.